Deep Dive #7

The Buzzard | Deep Dive #7: Nach Facebook-Konferenz

Erhaltet Lese-Empfehlungen zur Frage:

Wird unsere Welt besser durch Augmented Reality?

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Liebe TheBuzzard-Community,

jetzt wird’s ernst! In spätestens vier Wochen launchen wir ganz offiziell die Buzzard-Online-Plattform in einer ersten Beta-Version. Wir freuen uns schon riesig!

Aber bevor es so weit ist, brauchen wir nochmal Feedback von euch allen. Wir wollen es wirklich wissen: Was gefällt euch an unserer Arbeit, was muss besser werden? Eure Meinungen haben direkten Einfluss darauf, wie wir hier im Team die Online-Plattform fertig bauen. Zusätzlich verlosen wir dieses Mal die ersten Original Buzzard Fan-Sticker unter allen, die Feedback geben!

Klar, ich gebe gerne Feedback!

Dieses Mal fliegt ihr mit unserem Topic Deep Dive in die Zukunft: Facebook und andere Tech-Unternehmen konzipieren Kontaktlinsen, die unsere Realität erweitern – Stichwort: Augmented Reality (AR). Die Technologie erlaubt es uns virtuelle Elemente in unsere reale Umwelt einzufügen: Wir könnten zum Beispiel ein Möbelstück probeweise als Animation in unser Wohnzimmer setzen oder uns mit Brillen oder Kontaktlinsen durch die Straßen navigieren lassen. Augmented Reality lässt sich im Gegensatz zu Virtual Reality (VR) deutlich leichter in das normale Leben integrieren. Denn mit VR-Brillen betritt man eine ganz eigene, von der physischen Realität unabhängige Wirklichkeit. Wobei man mit Augmented Reality die physische Wirklichkeit durch digitale Komponenten ergänzt und nicht komplett ersetzt. Anhänger von Augmented Reality betonen den Effizienzgewinn für die Wirtschaft, Medizin und den Kulturbetrieb – und auch unser Alltag soll deutlich personalisierter und interaktiver werden.

Doch wollen wir das wirklich? Wollen wir uns in Zukunft täglich Kontaktlinsen einsetzen, die uns in noch separatere Wirklichkeiten treiben könnten, als Smartphones das jetzt schon tun? Wollen wir in einer Welt leben, in der virtuelle Elemente kaum noch von analogen zu unterscheiden sind? Eines steht fest: AR wird kommen. Und wir von The Buzzard denken, es ist wichtig, sich jetzt schon intensiv mit dieser Zukunft auseinanderzusetzen. Denn nur dann haben wir eine Chance als Bürger diese Zukunft proaktiv zu gestalten. Anstatt von ihr überrollt zu werden.

Anschnallen, wir fliegen in die Zukunft!

Euer Redaktionsteam
Felix, Dario und Olga

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Deep Dive #6: Nach Facebook „F8“-Konferenz

Wird unsere Welt besser durch Augmented Reality?

Ja!

Nein!

Als Zusatzperspektiven

Wissenschaft:

1. Es braucht immer einen Konsens vor der Nutzung von AR

2. Irgendwann werden wir AR nicht mehr von der Realität unterscheiden können

Zukunftsmusik:

1. Wir werden endlose Möglichkeiten haben und endlos viele Konflikte

2. Wird AR oder VR die Zukunft sein? Die Antwort: Beides


Ja, „Augmented Reality“ verbessert unser Leben
#1 Augmented Reality macht das Arbeitsleben leichter
Deep Dive #7

Foto: Published under CC0 1.0 on Max Pixel

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Augmented Reality ist schon lange kein kompliziertes Nerd-Spielzeug mehr, kein Gimmick aus der Gaming Industrie. AR ist raus aus den Laboren. Jetzt schon verbessert virtuelle Realität die Arbeit in Fabriken, Büros und Krankenhäusern. Und dieser Vorteil wird nur größer werden – das prophezeit Dr. John Burgin.

Neue Mitarbeiter von Fabriken können mit Augmented Reality zum Beispiel lernen Bohr- und Schraubmaschinen zu bedienen, ohne vor Ort in der Fabrik zu sein. Und in den Fabrikhallen selbst können Mitarbeiter und Ingenieure, während sie mit den Händen arbeiten, auf Checklisten und Arbeitsanweisungen zugreifen. In Krankenhäusern könnten Ärzte Operationen und neue Maschinen im virtuellen Raum erproben. Kurzum: AR verbessere Arbeitsprozesse und mache es in einer immer komplexer werdenden Welt leichter zu lernen und zu unterrichten. Für die großen Industriezweige sei AR ein gewaltiger Fortschritt und –dessen ist sich Burgin sicher – es werde kommen und zwar mehr und mehr.

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(Quelle: HC Online | Sprache: Englisch | Lesedauer: 3 Minuten)

Wer steckt dahinter?

 

Deep Dive #7

Name: John Burgin

Kommt aus: Australien

Politische Position: offiziell unparteiisch

Arbeitet für/als: Leiter des Digital Business-Bereichs für den Raum Asien-Pazifik und Mittlerer Osten bei Cognizant Technology Solutions

 

Was ihr noch wissen solltet: Cognizant ist ein amerikanischer IT-Dienstleister, der IT-Consulting und -Technologie sowie Outsourcing-Dienstleistungen über ein weltweites Liefermodell zur Verfügung stellt.

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 #2 Science Fiction, die Patienten rettet
Deep Dive #7

Foto: taken bBrother UK Published under CC BY 2.0 on Flickr.  

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In der Medizin gilt die Technologie von Augmented Reality als äußerst wichtige neue Behandlungsmethode.  Bereits jetzt wird eifrig experimentiert: Psychologen setzen „AR“-Tools bereits zur Behandlung von Phobien ein, Ärzte nutzen AR für sehr präzise Operationen und erfolgreich bei der Behandlung von Phantomschmerzen. So müssten Verhaltenstherapeuten zum Beispiel keine großen Spinnen mehr selbst halten, sondern können ihre Klienten mit „AR“-Brillen die Angst vor Spinnen bekämpfen lassen. Statt eine reale Spinne vor sich zu sehen, ist diese dann virtuell, bewegt sich aber haargenau wie eine echte. Auch Flugangst und Höhenangst können Klienten so deutlich kostengünstiger und angenehmer loswerden.

Derzeit setzen Mediziner die Technik bereits in einigen Krankenhäusern in den USA und Europa ein. Und es sei gut möglich, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis Behandlungen mit Hilfe von Augmented-Reality-Brillen in Praxen und Krankenhäusern gang und gäbe sind. Im Bereich der Psychotherapie wird es wohl noch um die 10 Jahre dauern; in deutschen Krankenhäusern werde „AR“-Technologie aber bei spezifischen Operationen bereits in gut 5 Jahren flächendeckend eingesetzt werden können.

Wenn ihr erfahren wollt, wie genau Ärzte die Technik anwenden, wo in der Medizin weitere Einsatzmöglichkeiten warten und wie in Göteborg ein Mann zum ersten Mal seit 40 Jahren dank einer neuen Behandlungsmethode durch eine Mischung aus „AR“ und „VR“ keine Phantomschmerzen an seinem fehlenden Unterarm verspürte, dann lest den Originalartikel von Catalina Schröder.

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(Quelle: FAZ Online | Sprache: Deutsch| Lesedauer: 7 Minuten)

Wer steckt dahinter?

 

Deep Dive #7

Name: Catalina Schröder

Kommt aus: Deutschland

Politische Position: offiziell unparteiisch

Arbeitet für/als: Wirtschaftsredakteurin für das Magazin impulse, freie Reporterin u.a. für Die Zeit, Deutschlandradio Kultur, die FAZ

Was ihr noch wissen solltet: impulse ist ein Unternehmermagazin, das sich auf die Themenfelder Politik, Neugeschäft, Management und Computer fokussiert. Catalina Schröder schreibt dabei hauptsächlich über erneuerbare Energien.

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#3 AR revolutioniert unsere Erfahrungen von Kunst und Design
Deep Dive #7

Foto: taken by Kippelboy Published under CC BY-SA 3.0 on Wikimedia.

Augmented Reality fängt da an, wo gänzlich virtuelle Welten niemals sein werden. Augmented Reality ist eine Mischwelt aus real und animiert, aus Natur und Programm, Mensch und Maschine. Mit einer Virtual Reality Brille können wir in einer gänzlich animierten, dreidimensionalen Wirklichkeit verschwinden. Wir könnten uns zum Beispiel in einem Dinosaurier Museum eine VR-Brille aufsetzen und dann durch Jurassic Park fliegen. Während dieses Flugs bekommen wir von dem Ort unseres wirklichen Aufenthalts nichts mehr mit. Wir interagieren nicht, wir sind nicht wirklich da. Bei AR ist das ganz anders: Wir sind voll und ganz im Museum und dann schauen wir einem animierten Tyrannosaurus Rex dabei zu, wie er durch die Ausstellungshalle geistert und die Gäste anfaucht. Für Museumskuratoren, für Künstler und für Designer sind diese Mischwelten eine Goldgrube an neuen Möglichkeiten.

Die Bloggerin Yolanda Zappaterra war in Europa unterwegs und hat sich Pionierprojekte aus dem Kulturbetrieb angeschaut. Die Beispiele, die sie zeigt, geben uns einen Vorgeschmack davon, was wir womöglich bald schon in Museen überall auf der Welt erleben werden: Im Centre International d’Art Pariétal Montignac Lascaux kann man sich Brillen überziehen und Höhlenmalereien bewundern, die vor 17 000 Jahren gemalt wurden und längst verblasst sind. Im Design-Museum in Helsinki können Besucher wertvolle Ausstellungsstücke in Händen halten, die sonst im Archiv verborgen bleiben. Wo früher oft nur ein Fließtext neben dem Ausstellungsstück stand, legen sich nun Folien aus digitalen Welten und Animationen über Kunstwerke und Objekte. Die Möglichkeiten scheinen endlos. Und Zappaterras Artikel zeigt uns, warum das für Kuratoren und Besucher eine gute Sache sein könnte.

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(Quelle: Commarts | Sprache: Englisch | Lesedauer: 8 Minuten)

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Deep Dive #7

Name: Yolanda Zappaterra

Kommt aus: UK

Politische Position: offiziell unparteiisch

Arbeitet für/als: Schriftstellerin, Bloggerin und freiberufliche Redakteurin, arbeitet(e) für Time Out, Blueprint, etapes und Design Week

Was ihr noch wissen solltet: Seit 20 Jahren schreibt Zappaterra über Architektur, Design, Kunst, Fotografie, Essen und Reisen.

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Nein, Augmented Reality ist gefährlich

#1 Die Zukunft liegt in der Halluzination
Deep Dive #7

Foto: taken by Glogger~commonswiki Published under CC BY-SA 3.0 on Wikimedia.

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Nicht alle sehen Augmented Reality als Technologie so unkritisch wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Der Journalist Michael Moorstedt zum Beispiel.

Moorstedt befürchtet, dass Menschen sich noch mehr im „Post-Faktischen“ verlieren, wenn jeder die Welt mit eigenen virtuellen Zusatzinhalten anreichern kann, die andere nicht sehen oder überprüfen können. Er schreibt: „Wenn das Internet und die sozialen Medien es den Menschen ohnehin schon so schwer gemacht haben, sich auf vermeintlich unverrückbare Fakten und Wahrheiten zu verständigen, wie wird das erst, wenn sie nicht einmal mehr die gleiche Welt wahrnehmen? Wenn sie sich nicht nur weigern, die Dinge zu sehen, wie sie nun mal sind, sondern wenn diese tatsächlich aus- oder überblendet werden.”

Außerdem könnten die Filterblasen, in denen viele Menschen schon heute stecken, noch deutlich zunehmen. So könnte es sein, dass die Nutzer von Augmented-Reality-Brillen oder Kontaktlinsen die Welt unterschiedlich wahrnehmen – je nachdem, ob die Produkte von Apple, Facebook oder Microsoft stammen. Konzerne würden demnach die Macht erhalten, die Lebenswirklichkeit ihrer Kunden noch tiefgreifender zu beeinflussen durch nutzerspezifische Werbung und vollständig personalisierte Informationsvermittlung. Der Autor beantwortet die von ihm aufgeworfenen Fragen zwar nicht, aber seine Fragen alleine reichen aus, um die potentiellen Probleme dieser neuen Technologie für sich selbst zu entdecken.

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(Quelle: SZ Online | Sprache: Deutsch | Lesedauer: 3 Minuten)

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Deep Dive #7

Name: Michael Moorstedt

Kommt aus: Deutschland

Politische Position: offizielll unparteiisch

Arbeitet für/als: Journalist, arbeitet für Süddeutsche Zeitung, Neon, Focus u.a., Gründungsmitglied von Wired Germany

Was ihr noch wissen solltet: Wired ist ein Technologie-Magazin, das sich darauf konzentriert, wie sich neue Technologien auf Kultur, Wirtschaft und Politik auswirken.

 

 

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#2 Für Hacker kann AR zu einem düsteren Spielzeug werden
Deep Dive #7

Foto: taken by Robosapiens Technologies Published under CC BY 2.0 on Flickr.  

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Die Blogger von Mi3Security bestreiten nicht, dass AR Spaß macht: Natürlich sei es lustig sich mit seinem Handy Regenwolken ins Wohnzimmer zu holen oder Haifische im Kaffee schwimmen zu lassen. Aber bei all dem Hype um die neue Technologie würden die Gefahren für Cyber-Attacken völlig übersehen. Schon herkömmliche Smartphone-Apps und VR-Welten seien anfällig für Hacker. Mit Augmented Reality multiplizierten sich diese Gefahren ins vollkommen Unberechenbare.

Mi3Security schreibt in sachlichem Ton und gibt dem Leser lediglich eine Liste mit möglichen Schwachstellen an die Hand. Doch diese Liste reicht, um sich auszumalen wie dystopisch eine Welt mit AR werden könnte, wenn wir nicht vorsichtig sind. Bots könnten sich in die Kamera-Apps einloggen und visuellen Terrorismus verbreiten, zum Beispiel durch die plötzliche Streuung von Stroboskop-Licht, oder durch das Ausblenden von Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Straßenwarnschildern beim Fahren.

Möglich wäre auch so genanntes „Click-jacking“ – wenn jemand zum Beispiel die Lichter im Raum mit seiner AR-Brille ein- oder ausschalten möchte, könnte sich in Wahrheit das Sicherheits-System des Gebäudes ausstellen. Darüber hinaus würden die Überwachungsmöglichkeiten, die Möglichkeiten persönliche Daten von Nutzern noch gezielter abzugreifen ins Unendliche getrieben. Wer wissen will, was noch alles möglich ist, wenn AR nicht verschlüsselt und äußerst vorsichtig benutzt wird, der muss den Original-Artikel lesen.

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(Quelle: Mi3Security | Sprache: Englisch | Lesedauer: 3 Minuten)

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Deep Dive #7

Name: Anonym

Kommt aus: USA

Politische Position: 

Arbeitet für/als: Mi3 Security

Was ihr noch wissen solltet: Mi3 Security ist der Marktführer in der intelligenzgetriebenen App-Sicherheit. Seine Daten helfen den IT-Unternehmen dabei, bei den Apps zu erkennen, wo die größten Privatsphäre- und Sicherheitsrisiken liegen. 

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#3: Die totale Isolierung durch AR
Deep Dive #7

Foto: taken by Camden Wright Published under CC BY 2.0 on Flickr 

Stell dir vor, du kannst dir ein eigenes Haustier aussuchen, dessen Form und Farbe du vollkommen selbst bestimmst. Du kannst überall mit ihm spielen – und nicht nur mit einem, sondern mit all deinen Lieblingshaustieren, die du immer mit dabei hast, ohne dass es jemand anderen stört. Im Kurzfilm „Strange Beasts“ wird genau diese Vorstellung zur Wirklichkeit. Der Protagonist Viktor wählt sein eigenes Haustier aus und spielt zu Hause und im Park mit ihm und dem individuell designten Haustier seiner Tochter.

Allerdings wird diese auf den ersten Blick spaßig wirkende Freizeitbeschäftigung zu einem ziemlich realistisch anmutenden Alptraumszenario, das gar nicht so weit in der Zukunft liegen könnte. Denn all diese Tierchen sind nicht real, sondern virtuelle Erweiterungen der Realität: Sie existieren nur in der Lebenswirklichkeit von Viktor, der „AR“-Kontaktlinsen trägt, mit denen Viktor virtuelle Lebewesen in die eigene Realität einfügt. Als Zuschauer sieht man Viktor alleine auf der Couch sitzen und alleine im Park spielen. Wo in Viktors Welt Haustiere sind, ist eigentlich niemand; der Kontakt zur Außenwelt scheint gleich Null zu sein.

Der Kurzfilm verdeutlicht auf einprägsame Weise, wie schnell die Grenzen der Realität verwischen können und virtuelle Beziehungen an die Stelle von realen treten. Die Autorin Vanessa Bates Ramirez endet ihre Filmrezension mit der treffenden Frage: „Werden digitale Welten, die wir selbst gestaltet haben, Erfahrungen unseres realen Lebens so verändern, dass – wie bei Viktor – unsere wertvollsten Beziehungen nur noch imaginär sind?“

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(Quelle: Singularity Hub | Sprache: Englisch | Lesedauer: 3 Minuten)

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Deep Dive #7

Name: Vanessa Bates Ramirez

Kommt aus: USA

Politische Position: offiziell unparteiisch

Arbeitet für/als: Mitherausgeberin des Singularity Hub

Was ihr noch wissen solltet: Singularity Hub ist eine Wissenschaft- und Tech-Medien-Website, die von Singularity University (USA) veröffentlicht wird. Singularity Hub wurde gegründet, um „Berichterstattungen über wissenschaftliche/technische Durchbrüche bereitzustellen, die sehr schnell menschliche Fähigkeiten, Gesundheit und Gesellschaft verändern”.

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Perspektiven aus der Wissenschaft
#1 Es braucht immer einen Konsens vor der Nutzung von AR
Deep Dive #7

Foto: taken by Tom Published under CC BY 2.0 on Flickr

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Wie ethisch vertretbar sind „Augmented Reality“-Brillen oder Kontaktlinsen? Und vor allem,  wie könnten sie die Gesellschaft verändern? Genau diesen beiden Fragen gehen die drei Wissenschaftler Marty Wolf, Frances Grodzinsky und Keith Miller in ihrem lesenwerten Forschungsartikel „Augmented Reality All Around Us“ nach. Dabei finden sie erhebliche ethische Herausforderungen, die mit der neuen Technologie einhergehen.

So erwächst auf Seiten der Entwickler eine große Verantwortung sicherzustellen, dass ihre Kunden und Nutzer nicht über etwaige Komplikationen oder Risiken bei Nutzung der Technologie hinweggetäuscht werden: Denn die mächtigen Seh-Geräte können nicht nur real wirkende digitale Zusatzinhalte in den Raum und auf andere Menschen projizieren und damit ein neues, potentiell verzerrtes Bild von der Wirklichkeit zeichnen; sie verfügen auch jederzeit über den Standort des Trägers sowie können mit der Hilfe der installierten Kamera jegliche Konversationen und menschlichen Begegnungen aus der Ich-Perspektive aufzeichnen. Daher müssen Nutzer und Nicht-Nutzer zur Wahrung ihrer Autonomie und Freiheitsrechte, so eine Forderung der Wissenschaftler, vor jeglicher Nutzung oder dem Ausgesetzt-Sein dieser Technik eine informierte Entscheidung über deren Gebrauch treffen können und ihre Zustimmung geben („informed consent protocols“).

Das heißt: wann immer ein Außenstehender mit einem „AR“-Gerät gefilmt oder aufgenommen wird, soll das nur erlaubt sein, wenn er seine Zustimmung erteilt hat. Gleichermaßen müsse er informiert werden, wenn der virtuelle Raum, der ihn (und jeden Menschen) umgibt, modifiziert wird. Es dürfe nicht sein, dass „AR“-Nutzer andere Menschen ohne deren Wissen abscannen und deren ansonsten private Informationen in ihrer unmittelbaren virtuellen Umgebung anzeigen lassen.

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(Quelle: Computer Science & Information Technology 45 (3)  | Sprache: Englisch | Lesedauer: 25 Minuten)

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Deep Dive #7

Name: Marty J. Wolf & Frances Grodzinsky

Kommt aus: USA & USA

Politische Position: offiziell unparteiisch

Arbeitet für/als: Professor für Informatik an der Bemidji State University & Professorin an der Sacred Heart University und Co-Direktorin von Hersher Institut für Angewandte Ethik

Was ihr noch wissen solltet: Wolfs und Grodzinkys Forschungsfokus umfasst Computerethik, Software Engineering, Systemanalyse und Design, Networking und Human Computer Interaction. 

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#2 Irgendwann werden wir AR nicht mehr von der Realität unterscheiden können
Deep Dive #7

Foto: taken by Sophia Parafina Published under CC BY 2.0 on Flickr.

Reden wir nicht von morgen. Und auch nicht von übermorgen. Sondern stellen wir uns einmal vor, wie sich unsere Gesellschaft in 20-25 Jahren technologisch weiterentwickeln wird. In den Feldern Virtual und Augmented Reality machen das Wissenschaftler seit einigen Jahren. Der Fachartikel „Breaking the Barriers to True Augmented Reality“ von Christian Sandor und anderen fasst zusammen, wie acht führende internationale Wissenschaftler die Langzeittrends von AR derzeit beurteilen.

Sandor und seine Kollegen sind sich sicher: Augmented Reality wird besser und besser werden. Im Grunde seien virtuelle Welten die logische Fortsetzung von Lagerfeuererzählungen, Buchdruck und Fernsehen. Menschen haben schon immer einen endlosen Durst nach Erfahrungen und da unsere Erfahrungen physikalisch limitiert sind (z.B. dass wir nicht unter Wasser atmen können), habe es schon immer den Drang gegeben diese Grenzen mit Vorstellungskraft zu durchbrechen. Virtuelle Medien wie AR und VR seien ein Ausdruck, eine Fortführung dieses Urtriebes.

Wenn wir nun also davon ausgehen, dass es mit zunehmendem Fortschritt eine immer weitere Annäherung zwischen physischen und virtuellen, imaginären Welten gebe, dann müssten Philosophen, Künstler und Sozialwissenschaftler jetzt damit beginnen über die Implikationen für die Welt und die Gesellschaft, in der wir leben, nachzudenken. Sandor und seine Kollegen geben uns einige Fragen an die Hand, die uns beschäftigen sollten: Wer wird Zugriff haben auf dieses neue unvorstellbar mächtige Werkzeug? Und wer wird AR-Welten verändern dürfen? Wird eine Welt voller AR dazu führen, dass wir eingehüllt sind in noch mehr Illusion und künstlich gesteuerter Reizüberflutung? Oder wird AR uns dabei helfen echte menschliche Kommunikation und Nähe zu verstärken? Welche Machtinteressen werden aus den virtuellen Welten Nutzen ziehen und wie können wir sie demokratisch kontrollieren?

Für jeden, der tiefer einsteigen will, können wir diesen Wissenschaftsartikel nur wärmstens empfehlen. Der Text wirft nicht nur wichtige Fragen auf, mit denen wir uns besser heute als morgen beschäftigen sollten. Sondern Sandor und seine Kollegen zeigen allen interessierten auch, wie eine beinahe perfekte Annährung an unsere Realität technisch herbeigeführt werden könnte.

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(Quelle: Arxiv.org | Sprache: Englisch | Lesedauer: 21 Minuten)

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Deep Dive #7

Name: Christian Sandor

Kommt aus: Deutschland

Politische Position: offiziell unparteiisch

Arbeitet für/als: außerordentlicher Professor im Nara Institute of Science and Technology, Editor für das Magazine Computer&Grafik 

Was ihr noch wissen solltet: Sandor ist einer der führenden Wissenschaftler im Bereich Augmented Reality. Im Jahr 2014 erhielt er einen Google Faculty Award für die Schaffung eines Augmented Reality Röntgensystems für Google Glass.

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#1 Wir werden endlose Möglichkeiten haben und endlos viele Konflikte
Deep Dive #7

Foto: taken by John Lloyd Lovell Published under CC BY 2.0 on Flickr

Ich will das nächste Argument!

Ian Pearson ist von Beruf her Futurist. Er forscht, schreibt und spricht über Zukunft – meldet Patente an, veröffentlicht White-Paper, äußert sich auf Konferenzen. Klar befasst er sich in seinem Blog also intensiv mit dem Thema AR.

Pearson rät uns: Wenn wir uns wirklich vorstellen wollen, wie gewaltig diese neue Technologie unser aller Leben verändern wird, dann müssen wir uns das Internet anschauen. Das Internet und all die Veränderungen, die es gebracht hat, gehen lediglich auf die Kombination von Telekommunikation und Computern zurück. Jetzt stellen wir uns vor, man kombiniere alles, was es in der realen Welt gibt mit allem, was in der virtuellen Welt lockt, also: Gaming, Medien, Internet, Kunst, Daten, Visualisierungen, Architektur, Mode – einfach alles. Genau das ist Augmented Reality. Eine unfassbar vielschichtige Aneinanderreihung von Wirklichkeitsprojektionen. Ein endloses Fass an Möglichkeiten.

Und das werde zu Konflikten führen: Es wird einen Kampf darüber geben, wer kontrolliert, was gesehen wird. Wer kontrolliert beispielsweise, ob Sexisten Frauen auf der Straße mit AR nackt sehen, oder ob Rassisten und Homophobe ihre diskriminierenden Vorstellungen in Hologrammen materialisieren? Wer hat die Kontrolle darüber, wie ein Gebäude in Zukunft wahrgenommen werden wird? Die Architekten, das Marketing-Büro der Firma, die im Gebäude sitzt, oder die Besitzer von holographischen Linsen selbst? Werden wir durch einen Urwald aus Product Placement taumeln oder im eigenen Wunderland spazieren?

Fragen über Fragen. Pearson hat zwar keine definitiven Antworten. Aber er geht eine Reihe an Branchen durch und zeigt uns potenzielle Szenarien auf, mit denen wir uns beschäftigen sollten, wenn wir unsere Zukunft ernst nehmen. Pearsons Einschätzungen scheinen nicht nur gruselig, sondern auch auf erschreckende Weise plausibel.

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(Quelle: Ian Pearsons Blog | Sprache: Englisch| Lesedauer: 6 Minuten)

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Deep Dive #7

Name: Ian Pearson

Kommt aus: UK

Politische Position: offiziell unparteiisch  

Arbeitet für/als: weltweit anerkannter Futurist und Erfinder, Mitglied der British Computer Society

Was ihr noch wissen solltet: Pearson führt den Blog “The more accurate guide to the future. Thoughts from Ian Pearson of Futurizon”, wo man mehrere spannende Artikel über Technologien finden kann. 

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#2 Wird AR oder VR die Zukunft sein? Die Antwort: Beides
Deep Dive #7

Foto: taken by patrick.tafani Published under CC BY 2.0 on Flickr

Die Blogger von wareable.com sehen nicht nur Schwarz und Weiß. Sie wägen für und wider ab und schauen sich den aktuellen Stand der beiden Technologien an. Und zwar im Detail. Ihr Fazit: Sowohl Virtual Reality als auch Augmented Reality werden in unserer Welt einen Platz haben – und zwar nicht als Konkurrenztechnologien, sondern eher als zwei unterschiedliche Aspekte eines virtuelleren Alltags.

VR sei wesentlich weiter entwickelt. Deshalb begeistere es auch jetzt schon Menschen außerhalb der Technikblase von Silicon Valley. AR dagegen bringe einfach noch zu viele Fehler mit sich, als dass es die Menschen verzaubere. Dennoch sei klar, dass Augmented Reality einen Platz in unserer Zukunft habe: Viel leichter als VR, lasse sich AR in den Alltag integrieren. Die Technologie kann auf kleinen unauffälligen Linsen, Brillen oder Handys benutzt werden, mit denen man dann leichter lernt oder durch die Welt navigiert. VR, auf der anderen Seite, bleibe in absehbarer Zukunft etwas, dass man eher in geschlossenen Räumen oder zuhause benutze, weil es  den Nutzer von seiner Umwelt abschirmt.

Für jeden, der tiefer in die Magie von VR und AR eintauchen will, ist der Text von Sophie Charara ein äußerst lesenswerter Beitrag. Er fasst beide Technologien sehr passend zusammen und verlinkt euch weiter zu spannenden aktuellen Projekten in VR und AR.

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(Quelle: Wareable | Sprache: Englisch | Lesedauer: 6 Minuten)

Wer steckt dahinter?

 

Deep Dive #7

Name: Sophie Charara

Kommt aus: UK

Politische Position: offiziell unparteiisch

Arbeitet für/als: Journalistin, arbeitet(e) für Wareable, Stuff, the Evening Standard, the Times, the Telegraph

Was ihr noch wissen solltet: Dreieinhalb Jahre lang arbeitete Charara als Rezensentin für das Magazin Stuff und testete Smartphones, Tablets, Apps und Wearables.
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Vielen Dank fürs Lesen!
Jetzt würden wir gerne hören, was ihr über diesen Topic Deep Dive denkt und was ihr gerne anders hättet! Einfach auf die E-Mail antworten oder direkt hier zum Fragebogen.
Ein schönes Wochenende und bis zum nächsten Mal!Felix, Dario und Olga von The Buzzard

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