Die großen Fragen

Lesen Sie spannende Beiträge aus dem Netz zu den großen Debatten unserer Zeit. Jede Woche neu.

Ob in Büros, Fabrikhallen oder Krankenhäusern – Roboter und Algorithmen werden dem Mensch in Zukunft immer mehr Arbeit abnehmen. Arbeitsschritte, die heute noch von Menschen gemacht werden, laufen in Zukunft digital und automatisch. Was bedeutet das für unsere Gesellschaft? Darüber streiten die Experten. Die einen warnen vor Massenarbeitslosigkeit und Ausbeutung, die anderen sehen viel Potenzial für neue, bessere Jobs und ein schöneres Leben.

Nach der Einigung im Diesel-Skandal wird die Kritik immer lauter: Merkels Regierung sei großen Konzernen gegenüber zu unterwürfig. Politik und Wirtschaft stünden sich in Deutschland zu nahe und große Konzerne wie VW untergraben die Demokratie. Haben Umweltschützer und Bürgerrechtler recht? Sollten wir Konzerne stärker zur Verantwortung ziehen oder machen wir uns damit die Wirtschaft kaputt?

Wer kennt sie nicht? Die abstoßenden Bilder von Massentierhaltung, die Aufnahmen von männlichen Küken, die zerschreddert werden, von Hühnern, die unter dem eigenen Übergewicht kollabieren, von Schweinen, die so eng aneinander gepfercht sind, dass sie sich nicht bewegen können? Trotzdem essen die meisten Deutschen gerne Fleisch. Und gerade mal ein Prozent der Bevölkerung lebt vegan. Sollten wir ein schlechtes Gewissen haben, wenn wir es nicht tun?

Deutschland galt lange Zeit als Pionier in der Klimapolitik. Doch vom Pioniergeist spürt man zurzeit wenig. Im Hambacher Forst bekämpft die Staatsgewalt Umweltaktivisten. Die Kohle-Kommission kann sich auf kein Enddatum für Braunkohle verständigen. Und das Ende industrieller Massentierhaltung ist nicht in Sicht. Läuft etwas grundlegend schief in diesem Land?

Vor zehn Jahren, am 15. September 2008, meldete die amerikanische Bank Lehman Brothers Insolvenz an. Es folgte eine der größten Finanzkrisen der Wirtschaftsgeschichte. Nun, zehn Jahre später, warnen Ökonomen, dass sich eine solche Krise bald wiederholen könnte. Andere halten das für Panikmache. Wie sicher sind die Finanzmärkte wirklich? Wie viel haben wir aus der Krise gelernt?

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Seit der Flüchtlingswelle im Sommer 2015 hat die deutsche Politik einen starken Rechtsruck erlebt: Etwas mehr als jeder vierte Deutsche zeigt sich positiv gegenüber neurechten Einstellungen. Mit der AfD sitzt erstmals eine rechtspopulistische Partei im Deutschen Bundestag. Und nach der tödlichen Messerattacke in Chemnitz kommen Tausende Rechtsextreme zu großen Demonstrationen zusammen. Wie also sollen wir mit dieser Entwicklung umgehen?

Ein LKA-Mitarbeiter pöbelt in Dresden ein ZDF-Kamerateam an, wenige Tage später jagen Rechtsextreme alle, die ihrer Meinung nach fremd aussehen, durch Chemnitz. Die Polizei hindert in Dresden die Journalisten an ihrer Arbeit - nicht den Pöbler an seiner Attacke. In Chemnitz scheint die Polizei nichts gegen den braunen Mob ausrichten zu können. Wir fragen diese Woche: Sind solche Verhältnisse auch andernorts in Deutschland denkbar oder nicht? Ist Sachsen ein Sonderfall?

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Mehr als 30 Millionen Deutsche spielen Videospiele. Spielübertragungen von professionellen Games füllen ganze Stadien. Sogar olympisch könnte dieser elektronische Volkssport bald werden. Die Bundesregierung unterstützt das Vorhaben. Gleichzeitig warnen Kritiker wie die deutsche Drogenbeauftragte vor Suchtgefahr und Vereinsamung.

Spitzentemperaturen von knapp 40 Grad Celsius, Waldbrände, Dürren – an solche Unwetter werden wir uns in den nächsten Jahren wohl gewöhnen müssen. 2015, 2016 und 2017 waren die drei heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und Klimaforscher warnen: Ab jetzt könnte es nur noch extremer werden. Wie gefährlich wird dieser Wandel für uns in Deutschland? Und was können wir jetzt noch dagegen tun?

Immer mehr junge Menschen ziehen von außerhalb in die Szeneviertel großer Städte: Berlin. Hamburg. London. Barcelona. Und mit einem Mal steigen die Mieten so sehr, dass sich die lokalen Bewohner das Leben in ihrem Viertel nicht mehr leisten können. Sollten wir ein schlechtes Gewissen haben oder lässt sich dieser Prozess sowieso nicht stoppen?

Mesut Özils Kritik bei seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft hat eine deutschlandweite Diskussion über Rassismus ausgelöst. Unter dem Hashtag #metwo berichten tausende Menschen von ihren Erfahrungen mit Rassismus. Andere reagieren empört und halten die Diskussion für grundlos oder zumindest überzogen. Wir fragen diese Woche: Hat Deutschland tatsächlich ein Rassismus-Problem?

Sklaverei ist zwar überall auf der Welt verboten, aber nach wie vor weit verbreitet. Die UN schätzt, dass rund 40 Millionen Menschen weltweit als moderne Sklaven leben: Menschen, die für einen Hungerlohn zehn bis zwölf Stunden am Tag schuften müssen, kaum Rechte genießen und nicht fliehen können. Viele von ihnen schaffen Produkte und Lebensmittel, die wir in Deutschland zu Billigpreisen kaufen. Aber sind wir Konsumenten schuld daran, dass es Sklaverei noch gibt?

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Die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU laufen auf Hochtouren. Wenn es bis zum 30. März 2019 nicht zu einer Einigung kommt, wird Großbritannien ohne Übergangsphase aus der Union ausscheiden. Ein Albtraum für viele Konzerne und für Millionen von Arbeitnehmern. Die britische Premierministerin Theresa May schlägt nun einen Kompromiss vor. Ein sogenannter weicher Brexit. Was würde das für die EU bedeuten? Und sollten wir uns darauf einlassen?

Der NATO-Gipfel hat es gerade wieder gezeigt: Die Staaten der Europäischen Union können sich nicht mehr einfach darauf verlassen, dass die USA unter Präsident Trump die Verteidigung Europas garantieren. 1962 hat der Spiegel die mittlerweile berühmte Titelzeile geschaffen "Bedingt abwehrbereit". Das galt damals der Bonner Republik. Wir fragen uns heute ausgedehnt auf ganz Europa: Braucht die EU die Vereinigten Staaten zur Verteidigung?

Pünktlich zur Fußball-Weltmeisterschaft ist der Bierabsatz in Deutschland noch einmal gestiegen: Im Mai wurden 2,5 Prozent mehr Bier verkauft als im Vorjahr. Daran verdient nicht nur die Alkoholindustrie. Auch die Gastronomie, Tankstellenpächter, die Werbeindustrie und der deutsche Fußballbund profitieren. Sie alle haben Interesse daran, dass die Menschen in Deutschland Alkohol trinken. Und die Deutschen trinken viel: Im Schnitt eine ganze Badewanne voll Alkohol pro Person im Jahr. Dabei ist Alkohol sehr gesundheitsschädigend, führt zu Krankheiten, traumatisierten Familien und tödlichen Unfällen.

Die Türken haben mit Präsident Erdogan einen Diktator gewählt. So oder so ähnlich sehen das viele in Deutschland, wenn sie auf die Türkei blicken: Meinungsfreiheit abgeschafft, Journalisten im Gefängnis, unliebsame Beamte entlassen und die Minderheit der Kurden verfolgt. Aber wenn die Lage in der Türkei so desaströs ist, warum wurde Erdogan dann einmal mehr gewählt? Ist vielleicht unser Bild von der Türkei zu negativ?

Am 12. Juni 2018 hat Donald Trump Geschichte geschrieben: Als erster US-Präsident hat er sich persönlich mit dem nordkoreanischen Staatsoberhaupt Kim Jong-un getroffen, um über Abrüstung und Annäherung zu sprechen. Die einen halten diesen Vorstoß für gefährlich, weil die USA damit bereits große Zugeständnisse an Nordkorea machen. Die anderen sehen darin einen ersten Schritt in Richtung Frieden. Gibt es gute Gründe, Kim zu vertrauen?

Es ist so weit: Die Fußball-WM startet. Rund 25 Millionen Deutsche werden die Auftaktspiele im Fernsehen verfolgen. Die FIFA rechnet dieses Jahr mit Rekord-Einnahmen von rund 4 Milliarden US-Dollar. Seit Jahren wird Fußball als Wirtschaftsfaktor immer wichtiger. Der Sport dominiert das TV-Programm, nutzt autoritären Herrschern zur Selbstinszenierung und ist überschattet von Korruptionsskandalen. Ist Fußball zu mächtig geworden?

Ein bisschen peinlich war es schon. Anfang des Jahres hatte die Bundesregierung überlegt, den Nahverkehr in zunächst fünf Städten probeweise kostenfrei zu machen. Aber keine der ausgewählten Städte wollte dann tatsächlich die Tickets für Bus und Bahn abschaffen. Nur in Augsburg soll ab 2019 im Innenstadtbereich jeder frei fahren können. Ist das überhaupt sinnvoll? Kostet das nicht zu viel? Brauchen wir den kostenlosen Nahverkehr?

Der Ruf nach kürzeren Arbeitszeiten wird immer lauter: Mehr und mehr Menschen wollen sich auch neben ihrer Arbeit selbst verwirklichen und vom technologischen Fortschritt profitieren, der ihre Arbeit vielerorts obsolet macht. Aber ist weniger Arbeit der richtige Ansatz in einer Gesellschaft, die vom Wirtschaftswachstum lebt?

Durch die neue Datenschutzverordnung der Europäischen Union und die Daten-Affäre bei Facebook reden gerade alle über Datenschutz. Viele sorgen sich, wenn der Staat oder auch Konzerne ihre Daten speichern. Aber es steht überhaupt nicht fest, dass Datensammeln etwas Schlechtes sein muss. Denn aus Daten lassen sich viele Vorteile ziehen. Allerdings gefällt das nicht allen.

US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung wahr gemacht: Er ist aus dem Atomdeal mit dem Iran ausgestiegen. Wie es jetzt im Nahen Osten weitergeht, ist ungewiss. Viel hängt davon ab, wie sich die Regierung in Teheran in nächster Zeit verhalten wird. Die einen halten die iranische Regierung für verlogen und aggressiv, die anderen finden, der Iran werde zu Unrecht von Israel und den USA in die Ecke getrieben.

Die Kirchen in Deutschland stehen leer. Wofür Feiertage wie Christi Himmelfahrt stehen, wissen die meisten nicht mehr genau. Jeder vierte Deutsche ist konfessionslos und nur dreißig Prozent der Bevölkerung besuchen regelmäßig den Gottesdienst. Trotzdem betonen Union und AfD, wie wichtig das Christentum für Identität und Leitkultur ist. Haben sie recht?

Am 5. Mai jährt sich der 200. Geburtstag von Karl Marx. In ganz Deutschland finden Jubiläumsveranstaltungen statt. Marx' Theorie hat ein Jahrhundert überdauert, obwohl seine Vorhersage bisher nicht eingetroffen ist. Wir leben in Zeiten eines digitalen Turbo-Kapitalismus. Dass das zu einer ungerechten Welt beiträgt, ist den meisten bewusst. Aber gibt es wirklich realistische Alternativen zum Kapitalismus?

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„Deutschland wird sich an militärischen Aktionen nicht beteiligen“ – dieser Satz von Merkel zum Militärschlag in Syrien hat eine öffentliche Debatte ausgelöst. Denn seit Jahren betont die Bundesregierung wie wichtig es sei, militärisch mehr Verantwortung zu übernehmen. Wenn es dann aber hart auf hart kommt, hält sich Deutschland oft zurück.

( Link zum Bild | Urheber: Kremlin.ru | Kremlin.ru | CC-BY-SA 4.0)

Macron hat lange auf Angela Merkel gewartet. Bereits im September hat der französische Präsident große Visionen für die EU vorgelegt: Ein europäischer Finanzminister, die Einführung eines EU-Währungsfonds und länderübergreifende europäische Parteien. Doch seit der Regierungsbildung geht Merkel nur sehr zögerlich auf die Reformvorschläge ein. Daran hat auch der Berlin-Besuch des Präsidenten am 19. April nichts geändert. Sind Macrons Visionen schon gescheitert? Und gefährdet Merkel damit die Zukunft der EU?

Der Feminismus hat Frauen in der Vergangenheit viele Rechte beschert. Heute ist er mehr en vogue denn je: Audi, Dior und H&M werben mit feministischen Slogans, Popstars wie Rihanna posieren als Feministinnen auf Instagram. An der Ungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland ändert das wenig. Zum Beispiel bei den Gehältern: Von 28 EU-Staaten liegt die Bundesrepublik bei der Lohngleichheit auf Platz 26.

Jeden Tag besuchen 1,4 Milliarden Menschen Facebook. Das soziale Netzwerk ist Kommunikationsmittel, Medienplattform und Werbefläche in einem. Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica fordern Kritiker lauter denn je, dass Facebooks Monopolstellung stärker vom Staat reguliert werden müsse. Andere verweisen darauf, dass Nutzer selbst dafür verantwortlich sind, welche Daten sie preisgeben.

China ist mittlerweile die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. Nun möchte Peking vom Billiglohnsektor wegkommen und in der High-Tech-Branche groß einsteigen. "Made in China" soll das neue "Made in Germany" werden. Massenweise kaufen chinesische Investoren Technologiefirmen auf - vor allem auch in Deutschland. Sind deutsche Arbeitsplätze und Firmen in Gefahr?

2015 kamen rund 1,1 Millionen Flüchtlinge in Deutschland an. Dass sich so etwas wiederholt, möchte die neue Bundesregierung um jeden Preis vermeiden. Deshalb soll es nun eine Obergrenze geben, der Familiennachzug wird stark begrenzt und Asylverfahren werden schneller abgewickelt. Einige finden das menschenverachtend. Anderen ist die Politik nicht streng genug.

Seit 18 Jahren regiert Wladimir Putin in Russland. Am Sonntag, 18. März, ist er mit über 70 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Nun bleibt er für sechs weitere Jahre im Amt. Viele Russen sind unzufrieden, aber eine ernsthafte Alternative zu Putin ist nicht in Sicht.

Apple, Google und IBM investieren Milliarden Dollar und treiben künstliche Intelligenz in der Medizin voran. Mittlerweile erkennen Algorithmen, ob ein Patient Krebs hat, Roboter berechnen, wie lange ein Mensch leben wird und Apps empfehlen Medikamente. Die Technik wird immer präziser. Aber die ethischen Fragen bleiben ungeklärt.

Seit Sonntag ist klar: Die Schweizer werden den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vorerst nicht abschaffen. Dennoch hat die Volksabstimmung in ganz Europa eine Debatte angestoßen. Auch in Deutschland kritisieren viele ARD und ZDF seien veraltet, überteuert und regierungsnah.

( Link zum Originalbild | Urheber: Kurdish Struggle | Flickr | CC BY-2.0 )

Seit 5 Wochen greift die türkische Armee kurdische Milizen der Volksverteidigungseinheiten (YPG) in Afrin an. Die Regierung Erdoğan sieht sich im Recht und verweist auf die von der YPG ausgehende Terrorgefahr für die Türkei. Kritiker sehen in der Offensive hingegen einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen das kurdische Volk.

Sie haben kurz verhandelt und dann doch 177 Seiten geschrieben. So lang ist der Koalitionsvertrag von Union und SPD. Während viele vor allem auf die Postenvergabe und die partei-internen Diskussionen in der SPD und der CDU schauen, zeigen wir, wie kontrovers die inhaltlichen Vorhaben sind. Steht die neue Koalition für eine "neue Dynamik Deutschlands" oder für Stillstand, wie manche Kritiker schreiben?

Union und SPD haben sich in den Koalitionsverhandlungen darauf geeinigt, die Treibhausgase bis zum Jahr 2030 um 55 Prozent zu reduzieren. Damit das klappt, muss sich in den Sektoren Energie, Verkehr und Landwirtschaft innerhalb sehr kurzer Zeit sehr viel verändern. Und langfristig wird sich ein Großteil der Deutschen anders fortbewegen und ernähren müssen. Ist unser Lebensstandard in Gefahr?

Nach den Präsidentschaftswahlen in Tschechien hat sich einmal mehr bestätigt, was seit Jahren Trend ist: Orban in Ungarn, Duda in Polen, nun zum zweiten Mal Zeman in Tschechien – in Osteuropa regieren die Rechtspopulisten. Aber auch im Rest Europas werden Rechtspopulisten immer stärker. Deutsche Medien sehen die europäische Demokratie in Gefahr. Aber stimmt das wirklich? Oder sind Rechtspopulisten nicht vielleicht auch ein soziales Korrektiv zur Politik in Brüssel, die weit weg ist von den Wählern?

Erdogan setzt momentan deutsche Panzer im Kampf gegen Kurden in Nordsyrien ein. Mitte Januar hatte die GroKo noch vereinbart, eben diese Panzer für Erdogan weiter aufzurüsten. Am Dienstag wurde außerdem bekannt, dass die Bundesregierung 2017 mehr Exporte an Diktaturen genehmigt hat als je zuvor. Kann man eine solche Politik moralisch und politisch rechtfertigen oder ist das purer Lobbyismus?

Seit dem ersten Januar löschen Twitter, Facebook und Co. verstärkt Posts in ihren Netzwerken. Grund dafür ist das sogenannte Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG). Es verpflichtet Plattformbetreiber, rechtswidrige Äußerungen innerhalb von 24 Stunden zu sperren. Das Problem dabei: Facebook und Co. löschen nicht nur Naziparolen, sondern auch Streetart und Satire. Ist Meinungsfreiheit in Deutschland jetzt gefährdet?

In den Sondierungsgesprächen haben sich Union und SPD geeinigt: Flüchtlinge mit subsidiärem Schutz dürfen ihre Familien vorläufig nicht nach Deutschland holen. So lange, bis eine Neuregelung gefunden wird. Und auch dann sollen maximal 1000 Menschen pro Monat nachziehen dürfen. Den meisten syrischen Geflüchteten wird es also verwehrt bleiben mit ihren Familien in Deutschland zu leben. Ist diese Entscheidung richtig?

Das Leben einiger haben sie jetzt schon verändert: Wer früh genug in Bitcoins investiert hat, ist jetzt Millionär. Währungen wie Bitcoin könnten aber noch viel mehr verändern. Sie könnten die Art und Weise revolutionieren, wie unser gesamtes globales Geldsystem funktioniert: Überweisungen ohne Banken, die zwischengeschaltet sind, ohne Staaten oder zentrale politische Institutionen, die Wechselkurse beeinflussen - ist das die Zukunft?

( Foto : Artificial Photography | Unsplash | Kein Bildnachweis nötig )

Zu keiner anderen Jahreszeit wird so viel gekauft und konsumiert wie an Weihnachten. Die Geschäfte sind überfüllt, Online-Shopping boomt und am Ende landet viel davon in der Tonne: Wir produzieren in der besinnlichen Jahreszeit 10 Prozent mehr Müll als ohnehin schon. Zeit sich zu fragen, ob das auch anders geht.

(Foto: Chrystalcolo | Flickr | CC BY 2.0 )

Noch nie war die SPD so unbeliebt bei Wählern wie heute. Den einen sind die Sozialdemokraten nicht mehr links genug, die anderen finden sie nicht mehr bürgernah. Bevor die nächste GroKo kommt, fragen wir uns: Brauchen wir diese Partei noch?

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Seit der Ermordung von Ex-Präsident Saleh hat sich der Krieg im Jemen weiter verschärft - mittlerweile ist das Land Schauplatz einer der größten humanitären Katastrophen weltweit. Gibt es eine realistische Aussicht auf Frieden?

Postdemokratie, Lobbyismus und Technokratie - unser politisches System in Deutschland ist so unbeliebt wie selten. Viele Bürger fühlen sich von „denen da oben", von Profipolitikern und etablierten Parteien, nicht mehr richtig repräsentiert. Der Ruf nach mehr direkten Beteiligungsformen, nach mehr Partizipation - auch auf Bundesebene - wird laut. Gleichzeitig leben wir in Zeiten von Brexit und Populismus in einer Welt, in der viele Bürger nach einfachen Antworten suchen, die vielleicht nicht immer richtig oder gerecht sind.

Seit drei Jahren belegen Europa und die USA Russland mit starken Wirtschaftssanktionen - als Reaktion auf die Annexion der Krim im März 2014. Geändert hat sich politisch auf der Krim seitdem überhaupt nichts. Die EU - insbesondere Deutschland - verliert durch die Sanktionen jedes Jahr Milliarden Euro und Russland orientiert sich mehr und mehr in Richtung China. Sind die Sanktionen trotzdem der richtige Schritt? Oder sollte die EU wieder mehr mit Putin kooperien?

Die Frage, wie unsere Lebensmittel in Deutschland produziert werden, und ob sich daran im großen Stil etwas ändern sollte, ist heftig umstritten. Einerseits zwingt der globale Markt die Bauern zu Dumping-Preisen. Andererseits möchte niemand gerne Chemie im Essen. Brauchen wir neue Regeln?

(Foto: Tasnim News Agency | Wikimedia Commons | CC BY 4.0 )

Das Atomabkommen mit dem Iran steht auf wackligen Beinen seit Trump den Iran in Tweets und öffentlichen Ansprachen heftig kritisiert. Und der Westen ist gespalten, wie man mit dem mächtigen aber isolierten Staat im Nahen Osten am besten umgehen sollte. Ist das harte Vorgehen des Westens gegenüber dem Iran gerechtfertigt? Ist der Iran wirklich ein Aggressor? Oder sollten wir lernen neue Brücken zu bauen?

Die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter wollen ihren eigenen Staat: Gegen den Willen der EU, der spanischen Zentralregierung und gut der Hälfte der katalanischen Bevölkerung haben sie nun die Unabhängigkeit erklärt. Ist ihr politisches Anliegen berechtigt?

In den Jamaika-Koalitionsverhandlungen polarisiert eine Frage besonders: Müssen wir die deutschen Kohlekraftwerke deutlich schneller vom Netz nehmen als geplant? Auf dem Spiel steht einerseits das Erreichen der Pariser Klimaziele und andererseits der Verlust tausender Arbeitsplätze und das Ende einer Ära.

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„Konservativ ist wieder sexy“ – so heißt es im neuen 10-Punkte-Plan der CSU. Die Botschaft ist klar: Jetzt, wo die CDU Stammwähler an die AfD verliert, soll auch Merkels Politik wieder nach rechts rücken und konservativer werden. Aber stimmt das wirklich? Wollen viele Menschen in Deutschland in Zeiten von Flüchtlingskrise, Globalisierung und digitalem Wandel wieder echte konservative Politik? Wenn ja, wer sind die neuen Konservativen in Deutschland und was treibt sie an? Ist konservative Politik so attraktiv wie nie?

Seit dem Wahlkampf schlägt Deutschland neue Töne an: Die Türkei sei zu weit gegangen. Beim Treffen der EU-Regierungschefs am 19. und 20. Oktober in Brüssel möchte Merkel durchsetzen, dass die EU-Verhandlungen mit der Türkei abgebrochen werden. Aber ist das wirklich gerechtfertigt? Was steht auf dem Spiel? Und wie wird die Türkei reagieren?

(Foto: Chairman of the Joint Chiefs of Staff | Wikimedia Commons | CC BY 2.0 )

Nach den Plänen des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron soll die EU bald ganz anders aussehen: deutlich integrierter. Ein Eurozonen-Budget, eine europäische Asylbehörde und eine europäische Armee sind einige der Zielvorhaben. Aber ist diese Vision wirklich gut für den Kontinent?

Nach der Bundestagswahl vom 24. September diskutiert ganz Deutschland darüber, wie gefährlich der Einzug der AfD in den Deutschen Bundestag ist. Die einen feiern, die anderen können es kaum fassen. Wie bewerten es Journalisten und Blogger aus dem In- und Ausland? Ist die AfD eine Gefahr für Deutschland?

Die Deutschen werden älter und weniger junge kommen nach: Das gilt als eine der größten Herausforderungen für die Altersabsicherung der künftigen Generationen. Hat die Politik die richtigen Stellschrauben gedreht - und ist die deutsche Rente sicher?

(Foto: Steve Evans | Wikipedia Commons | CC BY 2.0 )

Seit 2013 tobt ein blutiger Bürgerkrieg im Südsudan zwischen den Anhängern von Staatspräsident Savar Kiir und denen des ehemaligen Vizepräsidenten Machar. Mehr als 50.000 Menschen kamen in den Kämpfen ums Leben, mehr als 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht. Wer trägt die Verantwortung für diesen Krieg: Ist es Präsident Kiir, wie seine politischen Gegner beklagen?

Grüne, Linkspartei und SPD wollen die Einführung einer sogenannten Bürgerversicherung. Aus ihrer Sicht wäre eine Krankenkasse für alle nicht nur weitaus gerechter für Patienten. Sondern könnte auch helfen die Kosten des Gesundheitssystems in den Griff zu bekommen, die aufgrund des demographischen Wandels immer weiter steigen. CDU und FDP lehnen eine Bürgerversicherung ab.

Sparen, sparen und nochmals sparen: Die "Schwarze Null" steht wie kaum ein anderes Projekt für die Regierung Merkel. Darunter leide Deutschlands Zukunftsfähigkeit, beklagen Kritiker. Was ist dran an den Vorwürfen? Ist Merkels und Schäubles Sparpolitik tatsächlich falsch?

Auf dem EU-Gipfel in Malta haben die Staats- und Regierungschefs der EU vereinbart vermehrt mit afrikanischen Drittstaaten zusammenzuarbeiten, um die Flüchtlingsströme über das Mittelmeer einzudämmen. Ist das der richtige Weg?

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Trotzdem arbeiten immer Menschen unter prekären Bedingungen und die soziale Schere geht immer weiter auseinander. Könnte Deutschland gerechter werden, wenn wir mehr umverteilen?

(Foto: Stefan Bohrer | Flickr | CC BY-SA 2.0 )

Im Zuge der vierten industriellen Revolution, der zunehmenden Automatisierung und Robotisierung von Arbeitsprozessen und dem Anstieg sozialer Ungleichheit fordern immer mehr Menschen die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.

(Foto: Thomas Dämmrich | Flickr | CC BY-NC-ND 2.0 )

"Deutschland ging es noch nie so gut", verkündet Bundeskanzlerin Merkel im November 2016. Wirtschaftswachstum, niedrige Arbeitslosigkeit, keine Neuverschuldung. Kurz vor der Wahl fragen wir uns: Geht es Deutschland wirklich so gut, wie die Regierung behauptet?

Terroranschläge in Europa sind keine Seltenheit mehr. Aber brauchen wir mehr Überwachung, um gegen den Terror zu bestehen? Oder werden unsere Bürgerrechte nur weiter eingeschränkt?

Nordkorea wird weltweit für seine jüngsten Langstreckenraketentests kritisiert: mit besonders lauten Tönen von US-Präsident Donald Trump, der mit einer militärischen Intervention droht, sollten die Provokationen aus Pjöngjang nicht bald aufhören. Ist diese Reaktion gerechtfertigt?

(Foto: HypnoArt | Pixabay | CC0 Public Domain )

Als am 1. Juni 2017 US-Präsident Donald Trump das Pariser Klimaabkommen aufkündigt, geht ein Aufschrei der Entrüstung um die Welt. Doch ist der Ausstieg der USA aus dem Klimaabkommen wirklich so schlimm?

Nach den Anschlägen in Kabul hat die Bundesregierung entschieden, Abschiebungen vorerst auszusetzen. Bis Anfang Juli soll das Auswärtige Amt nun die Lage neu einschätzen. Ob unsere Regierung weiterhin Flüchtlinge von Deutschland nach Afghanistan fliegt, bleibt also vorerst ungewiss. Und genau an diesem Punkt scheiden sich die Geister! Ist unsere Willkommenskultur naiv und sind deshalb Abschiebungen wichtig? Oder spielen wir ein Spiel mit Menschenleben?

Foto von: Joi Ito.Veröffentlicht auf: Wikimedia Commons. Unter: CC BY 2.0.

Lange galt die palästinensische Hamas als brutale und kompromisslose Terrororganisation. Jetzt hat sie ein neues politisches Programm aufgestellt, in der sie erstmals die Zweistaaten-Lösung akzeptiert und auf antisemitische Kampfbegriffe verzichtet. Ändert die Hamas tatsächlich ihren Kurs oder ist das nur rhetorisches Make-Up? Wir haben die spannendsten Pro und Contra Perspektiven aus dem Netz für euch zusammen gefasst.

Facebook und andere Tech-Unternehmen konzipieren Kontaktlinsen, die unsere Realität erweitern - Stichwort: Augmented Reality (AR). Doch wollen wir uns in Zukunft täglich Kontaktlinsen einsetzen, die uns in noch separatere Wirklichkeiten treiben könnten, als Smartphones das jetzt schon tun? Wollen wir in einer Welt leben, in der virtuelle Elemente kaum noch von analogen zu unterscheiden sind?

Emannuel Macron oder Marine Le Pen? Viele deutsche Beobachter machen die Entscheidung für einen der beiden französischen Präsidentschaftskandidaten von nur einem Faktor abhängig: Ist der Kandidat für oder gegen die EU? So sehen das auch viele Beobachter aus Frankreich. Allerdings nicht alle: Jene halten gerade die unterschiedlichen Antworten auf die innenpolitischen Probleme wie die hohe Arbeitslosigkeit, die schwächelnde Wirtschaft und die Probleme in der inneren Sicherheit für wahlentscheident. Die Gegenüberstellung dieser konträren Ansichten findet ihr hier.

Emmanuel Macron gilt als aufstrebender Politiker, der die junge Generation begeistert und mitreißende Reden hält. Ihm wird allerdings vorgehalten, dass er als ehemaliger Investmentbanker neoliberale Wirtschaftspolitik befürwortet und als früherer Wirtschaftsminister unter Holland auch den Sozialisten zu nahe steht, die an Beliebtheit stark verloren haben. Wäre er der richtige für das Präsidentenamt?

Kaum eine französische Politikerin ist so umstritten wie sie: Marine Le Pen, Vorsitzende des rechtsextremen Front National. Bei ihren Anhängern beliebt und schon als neue Präsidentin gefeiert stößt sie bei ihren Gegener auf herbe Kritik. Ist sie die Richtige für das französische Präsidentschaftsamt?

Erdogans Verfassungsreform wird in der Türkei, aber auch in Deutschland heftig diskutiert. Eines steht fest: Die politische Struktur der Türkei wird sich bei Erfolg des Reformvorhabens tiefgreifend verändern. Stimmt der Vorwurf, dass die türkische Gesellschaft bei einem Durchkommen des Referendums Demokratie-Selbstmord begehe?

Seit Jahren werden wir in Syrien Zeugen einer der größten menschlichen Tragödien des 21. Jahrhunderts. Viele im Westen machen dafür hauptsächlich den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad verantwortlich. Russland und der Iran kämpfen aber seit Jahren Seite an Seite mit Assad gegen Rebellen und IS-Kämpfer. Und auch Präsident Donald Trump hatte damit geliebäugelt Assad zu unterstützen, um den IS zurückzudrängen.

Gerade die liberalen Niederländer streiten seit einigen Jahren immer häufiger über Islamisierung und Integration. Hier finden Sie die wichtigsten Argumente von Rechtspopulisten und deren Gegnern.

Seit mehr als drei Jahren tobt in der Ostukraine der Krieg. Mehr als 10.000 Menschen sind mittlerweile ums Leben gekommen. Trotz zahlreicher Friedensverhandlungen und vereinbarter Waffenruhen – der Konflikt zwischen Separatisten und ukrainischer Zentralregierung bleibt ungelöst.

Seit Trump Präsident ist, wird in Israel schnell und entschieden Politik gemacht: Eine Rekordzahl an neuen Siedlungen wurde genehmigt und zum ersten Mal in Israels Geschichte sollen bestehende israelische Siedlungen auf palästinensischen Privatgrundstücken legalisiert werden. Ist das das Ende der Zweistaaten-Lösung?