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Wie „sozial“ ist unser Sozialstaat wirklich?
Wie „sozial“ ist unser Sozialstaat wirklich?

Freitags ist bei The Buzzard Zeit für frischen Wind. Dann veröffentlicht The Buzzard Perspektivwechsel von Studierenden aus Halle. In ihrem Abschlussprojekt haben die Studierenden das Masters „MultiMedia & Autorschaft“ in die Glaskugel geschaut – und sich aus allen möglichen Perspektiven mit dem Thema Zukunft beschäftigt.

 

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

Fragt man Menschen in Halle-Neustadt, ob für sie die Menschenwürde, die Gleichberechtigung oder die Familie das wichtigste und schützenswerteste Thema im deutschen Grundgesetz ist, entscheiden sich fast alle für die Familie. Stellt man die gleiche Frage unter jungen Medienschaffenden, ist die Antwort mit großer Mehrheit die Menschenwürde. So verspricht für die einen die Familie Geborgenheit und Zukunft. Die Menschenwürde ist unkonkreter, sie hat von Fragen über die körperliche Unversehrtheit, über freie Meinungsäußerung bis hin zu Geldfragen – für Essen, Kleidung und Gesundheit – irgendwie mit allem zu tun.

Wenn das Grundgesetz verspricht, die BRD sei ein sozialer Staat, kann es dieses Versprechen einlösen? Statt diese Frage philosophisch abzuhandeln, haben Tanita Steckel und Lukas Kammer mit Menschen gesprochen, die davon direkt betroffen sind. Das Ergebnis: Der deutsche Sozialstaat verlangt von denen, deren Versorgung er verspricht, für seine Hilfe einiges ab und scheint dabei nicht immer fair zu spielen.

Auch drei Experten für Arbeit und Soziales kommen dabei zu Wort und erzählen unter anderem, wie Arbeitsämter essentielle Informationen vorenthalten, um Geld einzusparen. Und, dass Armut sich nicht nur auf dem Kontostand ‚vererbt‘, sondern auch im weiteren Leben, wenn man aus Geldnot Ausbildungen und Berufe annimmt, für die die Motivation fehlt.

„Henrys Frau arbeitet heute bei Burger King in Schichtarbeit, er selbst verbringt den Tag mit Musikhören und Zeichnen. Einen Kostenfaktor spart er sich: Henry hat vor 30 Jahren aufgehört zu rauchen. So kann er, wie schon zu DDR-Zeiten, seinem Hobby nachgehen und Konzerte seiner liebsten Rockgruppen besuchen.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Studiengang "MultiMedia & Autorschaft"
Kommt aus:Halle an der Saale, Deutschland
Arbeitet für/als:Der Masterstudiengang MultiMedia & Autorschaft erforscht die Themen der digitalen Zeit und reflektiert diese mit medialen Mitteln. Das medienwissenschaftliche Studium ist dabei gekoppelt an eine praktische mediale Ausbildung mit Schwerpunkt digitaler Journalismus.
Was Sie noch wissen sollten:Der Studiengang arbeitet eng mit verschiedenen Medienpartnern zusammen, aktuell mit MDR Sachsen-Anhalt Online, der Mitteldeutschen Zeitung und The Buzzard. Daneben realisiert er projektbezogen Kooperationen mit anderen Partnern wie dem Stadtmuseum Halle, dem Fraunhofer IMWS, Science2public und anderen.
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