Die Forschung könnte unser Organspende-Problem lösen
Die Forschung könnte unser Organspende-Problem lösen
( Link zum Originalbild | Urheber: Sasin Tipchai | Pixabay | Pixabay Lizenz )

„Wenn es hier die Option gibt, die Forschung so weit voranzubringen, dass man nicht nur Organknappheit beheben, sondern sogar auf klassische Organspende verzichten könnte, ist das auf jeden Fall ein hochrangiges Ziel.“

Peter Dabrock, Vorsitzender des Deutschen Ethikrates gegenüber dem EVANGELISCHEN PRESSEDIENST.

 

Die Perspektive in 30 Sekunden

  • Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrates Peter Dabrock kann Bedenken zur Forschung an Mensch-Tier-Wesen nachvollziehen.
  • Die Forschung hat nach Dabrocks Meinung allerdings einen hohen Stellenwert und sollte fortgeführt werden.
  • Dabrock betont, dass es um Grundlagenforschung geht. Ziel sei es nicht, “Horrormonster” zu erschaffen.
  • Bereits 2011 hat der Deutsche Ethikrat Richtlinien erstellt, die solcher Forschung in Deutschland unter Rücksicht auf Embryonenschutz und Tierschutz Grenzen setzen.

 

Belege für das Kernargument

  • Bereits heute ist die Forschung mit gemischten Zellen möglich. So werden Herzklappen in Schweinen gezüchtet, die Menschen eingesetzt werden.
  • Die rechtlichen Rahmenlinien wurden bereits 2011 erarbeitet und setzen der Forschung enge Grenzen. Die Verschmelzung von Ei- und Samenzellen und dadurch die Erschaffung lebensfähiger Wesen aus Mensch und Tier wäre rechtlich ohnehin nicht möglich.
  • Wenn Stammzellen von Erwachsenen für die Forschung genutzt werden, wäre das Vorgehen auch in Deutschland erlaubt. Dann kämen auch keine menschlichen Embryonen für die Experimente zum Einsatz.

 

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt

Peter Dabrock ist als Vorsitzender des Deutschen Ethikrates eine wichtige Stimme in der Debatte um Mensch-Tier-Chimären. Der Ethikrat berät als unabhängiges Gremium den Bundestag und die Bundesregierung. Daneben dient der Rat als Forum für Debatten und erarbeitet Richtlinien. Als Professor für Theologie hat Dabrock außerdem grundlegende Kenntnis der christlich-religiösen Bezüge der Debatte.

Diese Perspektive wird empfohlen von Marcel Richters.

Wer steckt dahinter?

Peter Dabrock
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Vorsitzender des Deutschen Ethikrates
Was Sie noch wissen sollten:Peter Dabrock ist ein deutscher Theologe und Vorsitzender des Deutschen Ethikrates. Er arbeitet als Professor an der Universität Erlangen-Nürnberg und hat den Schwerpunkt bio- und medizinethische Fragen und Forscht zur Gerechtigkeitstheorie. Von 2004 bis 2013 war er Vorstandsmitglied der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer.
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