Die Fakten zur Debatte
Die Fakten zur Debatte
( Link zum Originalbild | Urheber: ar130405 | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Wie genau sieht das japanische Forschungsvorhaben aus? 

Das japanische Bildungs- und Wissenschaftsministerium hob mehrere Einschränkungen auf, die bislang für das Einpflanzen menschlicher Stammzellen in Tieren galten.  In Japan ist es schon seit einigen Jahren erlaubt, tierischen Embryonen menschliche Stammzellen zu injizieren. Verwendet werden dafür iPS-Zellen, also künstliche Stammzellen. Mit deren Hilfe werden Organe herangezüchtet, die den Tieren fehlen.  Nun ist es erlaubt, dass Tiere mit menschlichen Organen nicht nur erschaffen, sondern auch ausgetragen werden. Bisher mussten die Embryonen nach 14 Tagen getötet werden.  Der Japaner Hiromitsu Nakauchi ist der erste Wissenschaftler, der die neuen Regelungen anwenden darf. Der Arzt und Professor arbeitet an der Universität Tokyo und der Stanford University in Kalifornien.  Nakauchi wird menschliche Stammzellen in Maus- und Rattenembryos einsetzen. Aus diesen iPS-Zellen sollen Bauchspeicheldrüsen entstehen, die bei den Embryos fehlen. Später sollen auch Schweine-Embryone mit menschlichen Zellen ausgestattet werden. 

 

Welche Experimente gab es bisher?

Die erste Chimäre entstand 1960 aus zwei unterschiedlich gefärbten Mäusen, 1984 folgte das „Geep“, zu deutsch „Schiege“ genannt – eine Mischung aus Schaf und Ziege. Ein weiterer Meilenstein in der Chimärenforschung waren Mensch-Kuh-Embryos, die 2008 von Forschern in Großbritannien gezüchtet, aber nicht ausgetragen wurden. 2017 schufen der spanische Forscher Juan Carlos Izpisúa Belmonte und sein Team vom Salk Institute of Biological Studies in La Jolla in Kalifornien erstmals Schweine-Embryos mit menschlichen Zellen.
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