Chimären sind zum Teil menschlich – und haben damit einen höheren moralischen Status
Chimären sind zum Teil menschlich - und haben damit einen höheren moralischen Status
( Link zum Originalbild | Urheber: RoyBuri | Pixabay | Pixabay Lizenz )

„Wenn Zweifel an den kognitiven Fähigkeiten dieser neuen Lebensform bestehen, sollten wir die Chimäre daraufhin überprüfen. Wir sollten nicht annehmen, dass sie bloß die kognitiven Funktionen eines normalen Schweins hat, sondern sie mit menschlichem Kontakt aufziehen, um ihre Entwicklung bewerten zu können.“

Der Philosoph Julian Savulescu auf QUARTZ.

 

Die Perspektive in 30 Sekunden

Forschung an Chimären könnte dazu beitragen, medizinische Probleme wie den Mangel an Organspenden zu lösen. Jedoch birgt sie fundamentale ethische Probleme. Ein Schwein mit menschlichen Organen wäre nicht mehr bloß ein Schwein, sondern eine Chimäre aus beiden Arten. Der Einsatz von menschlichen Zellen könnte die kognitiven Fähigkeiten des Tieres beeinflussen. Das würde dazu führen, dass sich der moralische Status des Tieres ändert und Fragen aufwirft: Wie sollte das Tier gehalten werden? Ist es legitim, es zu töten? Solange nicht nachgewiesen ist, ob und inwiefern sich die kognitiven Leistungen des Schweins überhaupt verändern, sollten wir ihm einen höheren moralischen Status zuweisen.

 

Belege für das Kernargument

Julian Savulescu baut sein philosophisches Argument darauf, dass der Einsatz menschlicher Zellen in einen tierischen Embryo ein Mischwesen mit Organen beider Arten erzeugt. Er zitiert Pablo Ross, der in dem Bereich forscht.
Möchten Sie weiterlesen?

Jetzt einen Monat The Buzzard Premium kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Premium-Abo testen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.