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Seenotrettung für Flüchtende war schon vor 40 Jahren aktuell – und umstritten
Seenotrettung für Flüchtende war schon vor 40 Jahren aktuell – und umstritten
( Link zum Originalbild | Urheber: PH2 Phil Eggman | Wikimedia Commons | Public Domain )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

seit den Schlagzeilen um „Seawatch“-Kapitänin Carola Rackete ist das Thema Seenotrettung für Flüchtende immer stärker in den Medien präsent. Vor Kurzem sammelten deutsche Prominente mehr als eine Million Euro an Spenden für Seenotretter im Mittelmeer. Derweil brachte Italiens rechter Innenminister Matteo Salvini ein Gesetz auf den Weg, das wesentlich härtere Strafen für diejenigen vorsieht, die unerlaubt die Seegrenze des Landes passieren, um Gerettete an Land zu bringen.

Man kann diese Diskussionen als eine aktuelle Entwicklung der 2010er Jahre sehen – aber, so erinnert unsere heutige Tagesempfehlung, sie ist viel älter: Dieser Tage ist es 40 Jahre her, dass der Hamburger Frachter „Cap Anamur“ so genannte Boatpeople rettete, die mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in See gestochen waren. Allerdings nicht auf dem Mittelmeer: Hunderttausende Vietnamesen flohen damals aus ihrem Heimatland, viele von ihnen über das Chinesische Meer – in einfachsten, oft überfüllten Booten.

Die Parallelen zur Situation heute gehen noch weiter: Auch damals lautete schon ein Vorwurf an die Seenotretter, ihre Arbeit verführe die Menschen geradezu dazu, sich auf den gefährlichen Weg über das Meer zu machen, wie es in einem anderen Artikel zum 40-jährigen der „Cap Anamur“-Mission heißt.

„Im Lauf der Jahre sind drei Schiffe unter dem Namen ‚Cap Anamur‘ unterwegs. Insgesamt rund 11.000 vietnamesische Flüchtlinge können ‚Cap Anamur‘ I, II und III zwischen 1979 und 1987 aus Seenot retten.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten u.a. zur Situation von Geflüchteten an den EU-Außengrenzen.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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