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Wie Pseudo-Beratungsstellen versuchen Schwangerschaftsabrüche zu verhindern
Wie Pseudo-Beratungsstellen versuchen Schwangerschaftsabrüche zu verhindern
( Link zum Originalbild | Urheber: granderboy | https://pixabay.com/de/ | Pixabay License )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

ungewollt Schwangere, die in Deutschland abtreiben lassen wollen, haben mit vielen Hindernissen zu kämpfen. Das Strafgesetzbuchs lässt Abtreibungen nur in Ausnahmefällen zu. Ärztinnen is es nach der Reform des Paragraphen 219a zudem verboten im Internet über angebotene Abbruchmethoden zu informieren.

Wer seine Schwangerschaft abbrechen will, ist gesetzlich dazu verpflichtet, sich vorher persönlich beraten zu lassen. AbtreibungsgegnerInnen der Lebensschutzbewegung haben nun eigene Beratungsstellen eingerichtet, die den Anschein erwecken sollen, staatlich anerkannt zu sein.

In Berlin hat im Julia eine solche Beratungsstelle eröffnet. Der Verein Pro Femina berät dort ungewollt Schwangere, in dem man sie manipuliert und ihnen Schulgefühle einredet. Die zur Abtreibung benötigten Scheine können dort – anders als suggeriert – nicht ausgestellt werden.

Wir empfehlen heute Morgen einen Artikel von Kirsten Achtelik, die in der JUNGLE WORLD ausführt wie AbtreibungsgegnerInnen Schwangere mit Pseudo-Beratungsstellen hinters Licht führen.

„In einigen Städten, auch in größeren, gibt es mittlerweile niemanden mehr, die oder der überhaupt Schwangerschaftsabbrüche vornimmt. Doch die »Lebensschutzbewegung« tut ihr Möglichstes, diese schwierigen Bedingungen weiter zu verschlechtern, beispielsweise mit Anzeigen gegen Ärztinnen, der Diffamierung von gesundheitspolitisch Aktiven als »Abtreibungslobby« und mit eigenen »Beratungsstellen«“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Johannes Bär
Kommt aus:Hat Literatur und Sprachwissenschaft in Freiburg studiert, lebt jetzt in Leipzig
Politische Position:Kapitalismusktitisch, beschäftigt sich mit Ideologiekritik und darüber mit kulturellen und sozialpolitischen Themen
Arbeitet für/als:freier Autor und Podcast-Produzent
Was Sie noch wissen sollten:Hat als Redakteur u.a. für Radio Dreyeckland gearbeitet, produziert einen eigenen Hiphop-Podcast
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