Unter sorgfältiger staatlicher Aufsicht bietet Gesichtserkennung keinen Grund zur Sorge
Unter sorgfältiger staatlicher Aufsicht bietet Gesichtserkennung keinen Grund zur Sorge
( Link zum Originalbild | Urheber: Gerd Altmann | Pixabay | Pixabay Lizenz )

„Die Agenturen müssen beim Design und der Entwicklung von biometrischen Verfahren sorgfältig vorgehen. Die Mitglieder des Kongresses haben ein wesentliches und legitimes Interesse daran, die Technik zu verstehen. Es gibt sehr viele Anwendungsbereiche dafür, sowohl in ziviler als auch in militärischer Umgebung. Dies sollte der Kongress durch sorgfältige Aufsicht ermöglichen. Die Mitglieder sollten schwierige Fragen stellen dürfen. Ein Verbot der Technologie wäre jedoch dumm und schädlich für eine moderne digitale Regierung. “

Tom Temin, Redakteur bei Federal News Network

 

Die Perspektive in 30 Sekunden

  • Einige Kongressmitglieder in den USA möchten Gesetze einführen, die staatliche Ausgaben für Techniken wie die automatische Gesichtserkennung verbieten.
  • Tom Temin kommentiert das Vorhaben und argumentiert, dass die Kritik an biometrischen Verfahren oft begründet ist und ernst genommen werden muss.
  • Ein komplettes Verbot der Technik wäre seiner Meinung nach allerdings schädlich für eine moderne und digital ausgerichtete Regierung.
  • Statt strikten Verboten sollten Lösungen im Vordergrund stehen. Durch den Einsatz von objektiven Drittparteien in der Entwicklung automatischer Programme könnten vorurteilsbehaftete Algorithmen vermieden werden. 
  • Entscheidend ist, dass sich Menschen mit der Technik hinter der automatischen Gesichtserkennung auseinandersetzen, um Potentiale und Einsatzgebiete des Verfahrens ausmachen zu können. 

 

Belege für das Kernargument

  • Ein Verbot der Technik würde dazu führen, dass bestehende Algorithmen nicht verbessert werden können. Forscher müssen über eine große Mengen an Gesichtsdaten verfügen, um die Algorithmen testen und trainieren zu können. 
  • Eine Attacke auf ein Subunternehmen der US-amerikanischen Grenzkontrolle verursachte den Verlust von 100.000 Bildern und Führerscheinen von Reisenden. Ein solches Datenleck zeigt, dass fehlende Internetsicherheit ein Problem ist, nicht die automatisierten Erkennungsverfahren selbst. 
  • Schon jetzt gibt es positive Beispiele für den Einsatz der Technik: Der US-amerikanische Zoll- und Grenzschutz nutzt ein effektives  Gesichtserkennungsprogramm, das schnelle Kontrollen an Flughäfen ermöglicht.

 

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt

Tom Temin begründet seine Meinung mit fundierten Argumenten. Als Journalist, der sich seit Jahrzehnten sowohl mit den Themen Technik als auch Gesetzgebung beschäftigt, kann er als Experte in diesem Gebiet angesehen werden. Seine Argumentation verschweigt bekannte und begründete Kritik an der automatischen Gesichtserkennung nicht. Viel mehr gelingt es ihm, zu zeigen, warum die Technik dennoch nicht verboten werden sollte und an welchen Stellen Verbesserungen möglich sind. 

 

The Buzzard empfiehlt außerdem

… einen Beitrag von Thomas Schmidt aus der Süddeutschen Zeitung, der sich damit beschäftigt, wie die Polizei automatische Gesichtserkennung nutzt, um Verbrecher zu identifizieren. 

 

Der Beitrag wird empfohlen von Julia Horn.

Wer steckt dahinter?

Tom Temin
Kommt aus:USA
Arbeitet für/als:Temin arbeitet als Redakteur für das “Federal News Network” und ist Moderator von “Federal Drive”, einem Podcast des Networks zum Thema Gesetzgebung.
Was Sie noch wissen sollten:Der Autor berichtet seit über 30 Jahren über Themen im Bereich Technologie. Vor seiner Arbeit beim Federal News Network war er Chefredakteur bei “Government Computer News”.
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