Gesichtserkennung bedroht unsere Menschenrechte und Privatsphäre
Gesichtserkennung bedroht unsere Menschenrechte und Privatsphäre
( Link zum Originalbild | Urheber: Carlos Twose | Flickr | CC BY-ND 2.0 )

„Gesichtserkennungstechnologie hat einen Preis. Es ist eine biometrische Bequemlichkeitsfalle, die praktischen Nutzen im Tausch gegen etwas sehr Wertvolles verspricht: Unsere Privatsphäre und unsere grundlegenden Rechte.“

Journalistin Birgit Schippers in der IRISH TIMES über Gesichtserkennung

 

Die Perspektive in 30 Sekunden

  • Wenn unsere Gesichter überall automatisch erkannt und gespeichert werden, bedeutet das für uns de facto ständige Überwachung.
  • Das grenzt unsere Freiheit ein.
  • Technologien zur Gesichtserkennung und die Daten, die dahinter stecken, würden auch Regimen, die für Menschenrechtsverletzungen bekannt sind, noch mehr Macht verleihen.

 

Belege für das Kernargument

  • Viele der Unternehmen, die Gesichtserkennungstechnologien entwickeln und verkaufen, missachten immer wieder Menschenrechte. Beispielsweise hat Amazon Gesichtserkennungstechnologie an die US-Immigrationsbehörde verkauft.
  • Ein kurzer Aufenthalt wie etwa an einem Flughafen wird durch die Gesichtserkennung in einer Bilddatenbank gespeichert. Informationen darüber werden so langfristig zugänglich.
  • Dabei wurden wir weder ausreichend darüber informiert, noch haben wir dem zugestimmt. Die Technologie wird außerdem öfter als nötig eingesetzt.

 

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt

Der Verlust der Privatssphäre und die ständige Überwachung sind die Argumente gegen Gesichtserkennung, die am häufigsten genannt werden. Sie dürfen in der Debatte allein deswegen nicht fehlen. Der Beitrag ist aber auch deswegen lesenswert, weil er auch neue Bedenken anstößt: Wie viel Macht gibt Gesichtserkennung eigentlich den Firmen, die sie entwickeln?

 

Diese Perspektive wird empfohlen von Alisa Sonntag.

Wer steckt dahinter?

Birgit Schippers
Kommt aus:Belfast, Nordirland, Großbritannien
Politische Position:Schippers bezeichnet sich selbst als feministische Wissenschaftlerin.
Arbeitet für/als:Sozialwissenschaftlerin, die vor allem zu kritischer politischer Theorie, Internationalen Studien und Globaler Ethik arbeitet.
Was Sie noch wissen sollten:Schippers hat mehrere Bücher zu feministischen Vorreiterinnen geschrieben.
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