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Mehr Geld für Waffen schafft keinen Frieden
Mehr Geld für Waffen schafft keinen Frieden
( Link zum Originalbild | Urheber: Ahmad Hammoud | flickr.com | CC )

„In ein paar Jahren sollen wir also mehr als doppelt so viel Geld für Waffen ausgeben wie heute – für Menschen, die sie im Zweifelsfall auch benutzen?“

Petra Pinzler, Hauptstadtkorrespondentin der ZEIT

 

Die Perspektive in 30 Sekunden

  • Probleme wie der Klimawandel und wachsende Flüchtlingsströme lassen sich durch mehr Geld für Waffen aber nicht lösen – sie verstärken diese nur.
  • Wichtiger als ein größeres Budget für Waffen und Armeen wäre ein Wandel in Europas Handelspolitik.
  • Sicherheitspolitische Überlegungen – das macht Pinzler deutlich – sollten an den Ursachen von Krieg und Krisen ansetzen.

 

Belege für das Kernargument

  • Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato bedeutet eine Steigerung des Wehretats um 129 Prozent innerhalb weniger Jahre.
  • Jährlich müsste die Bundesrepublik ihren Etat für die Bundeswehr um 6,8 Milliarden Euro steigern, will man die Vorgaben der Nato erreichen.
  • Das unter anderem in Waffen investierte Geld schafft jedoch genau die Konflikte, die unserer Gesellschaft derzeit zu schaffen machen.
  • Eine wirkliche Gleichberechtigung in den Beziehungen zu Krisenländern könnte mit diesem Geld und einem Sinneswandel der Politik in Europa erreicht werden.
  • Europa müsste viel mehr Energie ( und auch Geld ) für Friedensinitiativen aufwenden.

 

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt

Die Perspektive geht einen Schritt zurück und fragt, ob eine Armee überhaupt selbstverständlich ist. Dieser Blickwinkel schafft einen Mehrwert in der Debatte. Petra Pinzlers Kolumne ist zudem eine Erinnerung an die Zeiten, als der Ruf „Frieden schaffen ohne Waffen“ in aller Munde war.

 

The Buzzard empfiehlt außerdem..

..einen Beitrag im TAGESSPIEGEL. Der berichtet von finanziellem Missmanagement in der Bundeswehr. Das lässt daran zweifeln, ob mehr Geld das Problem lösen würde. Denn was nützt mehr Geld, wenn es nicht richtig eingesetzt wird?

 

Diese Perspektive wird empfohlen von Patrick Ehrenberg.

Wer steckt dahinter?

Petra Pinzler
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Journalistin
Was Sie noch wissen sollten:Petra Pinzler war Zeit-Korrespondentin in den USA. Sie ist heute Hauptstadtkorrespondentin der Zeit in Berlin. Sie ist Gründungsmitglied des Global Public Policy Institutes. Ihre Themenschwerpunkte sind Außen-, Wirtschafts- und Entwicklungspolitik. Auch in den Blättern für deutsche und internationale Politik hat die Journalistin zum Thema TTIP veröffentlicht.
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