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Drastische Maßnahmen dürfen beim Klimaschutz kein Tabu sein
Drastische Maßnahmen dürfen beim Klimaschutz kein Tabu sein
( Link zum Originalbild | Urheber: klimkin | Pixabay | Pixabay License )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

die Klimakrise dominiert seit einigen Monaten den öffentlichen Diskurs in Politik und Medien. Die Forderung der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer nach einem nationalen Klimakonsens zeigt: Der Klimaschutz ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Dabei sind sich die Parteien jedoch uneinig in der Frage, wie stark umweltpolitische Maßnahmen die Freiheit jedes Einzelnen einschränken dürfen.

Markus C. Schulte von Drach fordert in der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG mehr Mut zu Veränderungen und drastischen Maßnahmen. Einer Krise, die unsere Lebensgrundlagen bedrohe, könne man nicht mit freiwilligem Verzicht entgegentreten. Auch die Modernisierung der Energieproduktion und Einschränkungen im Flugverkehr seien nur unzureichende Maßnahmen.
So seien Flugkontingente eine bessere und gerechtere Lösung als eine Regulierung, die lediglich über den Preis erfolgt, denn Kontingente würden Arm und Reich gleichermaßen treffen. Außerdem dürfe das Ziel der Gewinnmaximierung bei politischen Entscheidungen, die wichtige Lebensbereiche wie Mobilität und Nahrung betreffen, nicht mehr im Vordergrund stehen.

Auf Vernunft basierende Entscheidungen der Politik seien jedoch an eine Bedingung geknüpft: Die Gesellschaft müsse die Dringlichkeit einschränkender Veränderungen erkennen, damit PolitikerInnen in Zukunft offen über schmerzhafte Maßnahmen sprechen können, ohne Angst vor der nächsten Wahl. Eine weitere Bedingung für die Akzeptanz von Veränderungen betrifft unser Konsumverhalten: Es dürfe kein Recht darauf geben, sich alles zu kaufen, was man sich leisten kann.

„Finden die parlamentarischen Vertreter endlich den Mut, haben sie die Größe, ehrlich zu sagen, was eigentlich selbstverständlich ist? Dass zu allererst die Lebensgrundlagen geschützt werden müssen? Das ist die Mutter aller Sachzwänge. Viele Menschen werden ihr Leben deshalb verändern müssen. Sie werden auf manches verzichten müssen. Auch und gerade in Deutschland. 

 

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Peter Heimer
Kommt aus:Kommt aus Altenburg in Thüringen, bezeichnet Leipzig als seine zweite Heimat.
Politische Position:Findet, dass Mensch und Natur immer über wirtschaftlichen Interessen stehen sollten, versucht jedoch für jeden Standpunkt Verständnis aufzubringen.
Arbeitet für/als:Studiert Germanistik in Leipzig
Was Sie noch wissen sollten:Schreibt Gedichte und Texte über Absurditäten des Lebens. Seine Liebe zur Musik der 60er Jahre lebt er in einer Band an der Gitarre aus.
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