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Trotz Online-Überwachung und Gesichtserkennung: Wie man in 15 Schritten „unsichtbar“ wird
Trotz Online-Überwachung und Gesichtserkennung: Wie man in 15 Schritten „unsichtbar“ wird
( Link zum Originalbild | Urheber: Tumisu | Pixabay | Pixabay-Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

mit unserem Laptop oder unserem Smartphone hinterlassen wir täglich jede Menge Spuren – bestehend aus Daten, die wir (bewusst oder unbewusst) durch unsere Aktivitäten übermitteln. Auch wenn Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor einiger Zeit verkündete „Die Zukunft ist privat“, darf man davon ausgehen, dass sein Unternehmen und viele andere weiter die Nutzerdaten als wichtige Ressource begreifen und auf die ein oder andere Art speichern und verwerten werden.

Jameson Lopp würde das wohl nur ein müdes Lächeln abringen. Die NEW YORK TIMES dokumentiert seinen Versuch, sämtliche seiner Datenspuren zu verwischen, in einem spannenden Beitrag, den wir heute empfehlen.

Lopp, der im Bereich Bitcoin-Sicherheit arbeitet, wollte für dieses Unterfangen nicht auf Internetzugang und seine Konsumgewohnheiten verzichten. Stattdessen nahm er einiges an Geld in die Hand und gehörigen Aufwand auf sich, wie der Artikel in 15 Schritten darstellt.

Einige dieser Schritte, wie die Schaffung einer Firmenadresse, sind in ihrer Umsetzung stark an die jeweilige Rechtslage – im konkreten Falle also der USA bzw. deren Einzelstaaten – gebunden. Andere sind für die meisten Menschen schlichtweg nicht praktikabel. Interessant ist der Beitrag aber vor allem, da er die Mechanismen verdeutlicht, durch die ganz automatisch Informationen über unser Verhalten oder unseren Aufenthaltsort gespeichert werden.

„Lopp betrachtete das Unterfangen als eine Art Experiment: um herauszufinden, wie weit er gehen müsste, um sich von den Datenbanken und anderen Speichersystemen zu befreien, die unsere persönlichen Daten horden und sie jedem zur Verfügung stellen, der bereit ist, dafür zu bezahlen.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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