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Warten auf der Müllkippe an der Grenze zu Kroatien
Flüchtlinge Kroatien
( Link zum Originalbild | Urheber: Andreas Samuelsson | Pixabay | Pixabay Lizenz )

„Alle 700 Plätze sind besetzt, mindestens noch einmal so viele Menschen hausen in improvisierten Zelten vor den Toren des mit Zaun abgetrennten Areals. Die hygienischen Bedingungen sind verheerend, dünne Planen bieten kaum Schutz vor Regen oder Sonne.“

Korrespondenten Dragan Maksimović und Zoran Arbutina, Deutsche Welle

Die Perspektive in 30 Sekunden:

  • An der Grenze zu Kroatien herrschen extreme Bedingungen für Geflüchtete, die Infrastruktur und Versorgung sind mangelhaft.
  • Die bosnische Polizei greift hart durch und es fehlt an Unterstützung der Zentralregierung.
  • Die Bevölkerung vor Ort war anfangs hilfsbereit, ist aber inzwischen verunsichert.
  • Unter den Geflüchteten gibt es ein hohes Aggressionspotential wegen der schwierigen Lage.
  • Geflüchtete versuchen teils mehr als zwanzigmal, die Grenze zu überqueren, werden aber ohne Verfahren zurückgeschickt – ein Bruch der EU-Regeln.

Wichtige Punkte aus dem Originalbeitrag:

  • Bis zu 400 Menschen sollen auf einer ehemaligen Mülldeponie untergebracht werden.
  • Menschen müssen in improvisierten Zelten leben, die hygienischen Bedingungen sind verheerend.
  • Das EU-Mitglied Kroatien will sich als besonders rigoros präsentieren beim Schutz der Grenze.
  • Die EU hat angeboten, die Aufnahme der Geflüchteten in Kroatien mit 13 Millionen Euro unterstützen, Kroatien hat die Aufnahme allerdings abgelehnt.

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt:

Die Lage mitten in der EU an der Grenze zwischen Kroatien und Bosnien wird selten beleuchtet, daher eröffnet der Text für uns eine neue Perspektive. Außerdem zeigt der Bericht von vor Ort, wie fehlendes Handeln der Politik eigentlich aufgeschlossene Menschen dazu bringt, eine ablehnende Haltung gegenüber Geflüchteten einzunehmen.

Der Beitrag wird empfohlen von: Marcel Richters.

Wer steckt dahinter?

Dragan Maksimović und Zoran Arbutina
Was Sie noch wissen sollten:Maksimović und Arbutina sind Journalisten mit Fokus auf den Westbalkan. Maksimović stammt aus Kroatien, Arbutina aus Bosnien-Herzegowina. Beide haben bereits öfter für die Deutsche Welle Beiträge verfasst.
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