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Ehrenamtlich bei „Projekt Seehilfe e.V.“: vier Fragen an Johanne Bischoff
Ehrenamtlich bei „Projekt Seehilfe e.V.“: vier Fragen an Johanne Bischoff

Im Projekt Seehilfe e.V. haben sich Menschen zusammengeschlossen, die Geflüchtete, die in Sizilien ankommen, ehrenamtlich unterstützen. Die derzeit rund 20 Freiwilligen helfen den Menschen nicht nur mit Sachspenden wie Kleidung und Hygieneartikeln, sondern leisten auch Netzwerkarbeit und vermitteln rechtliche Beratung. Johanne Bischoff, die das Projekt 2014 mit ins Leben gerufen hat, war zuletzt im April auf Sizilien vor Ort. Sie berichtete uns über die Situation der Geflüchteten, die Politik der italienischen Regierung sowie gesamteuropäische Lösungsansätze.

 

The Buzzard: Wie ist die Situation in Sizilien für Flüchtlinge aktuell? JB: Wir sind seit 2014 regelmäßig vor Ort und man muss sagen: Die Lage hat sich durch die aktuellen politischen Strömungen verschärft. Früher konnten Geflüchtete normal einen Asylantrag stellen; dann hat die EU das so genannte Hotspot-System eingeführt. Dabei sind die Menschen nur kurz in den Lagern und bekommen drei Fragen gestellt: 1. Wo kommst du her? 2. Warum bist du hier? 3. Möchtest du arbeiten? Anhand der Antworten auf diese Fragen wird dann über den Asylantrag entschieden. Wenn man aus einem bestimmten Herkunftsland kommt, darf man nicht mal einen Asylantrag stellen, was enorm fragwürdig ist. Das wird seit mehreren Jahren so praktiziert. Menschen, die aus dem Asylverfahren ausgeschieden sind,

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