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Die Medien vernachlässigen einen wichtigen Grund für die breite Zustimmung zur AfD im Osten
Die Medien vernachlässigen einen wichtigen Grund für die breite Zustimmung zur AfD im Osten
( Link zum Originalbild | Urheber: 11333328 | Pixabay | Pixabay License )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

im Herbst stehen Landtagswahlen in Sachsen, Brandenburg und Thüringen an. Laut Umfragen liegt die AfD in allen drei Bundesländern bei rund 20 Prozent. Die Medien zeigen sich darüber nicht nur besorgt, sie veröffentlichen auch regelmäßig Analysen, in denen sie nach Gründen für die breite Zustimmung suchen.

Dazu empfehlen wir heute einen Artikel von Tobias Riegel aus den NACHDENKSEITEN. Riegel argumentiert,
dass die Analysen der etablierten Medien zu kurz greifen, da sie einen wichtigen Grund für das Erstarken der AfD vernachlässigen. Die Medien beschäftigen sich, so Riegel, vor allem mit Konflikten zwischen Ost und West, Stadt und Land, Jung und Alt. Unterrepräsentiert sei hingegen das Problem der wachsenden Ungleichheit in der Bevölkerung.

Für Riegel ist das ein entscheidender Punkt, den jedoch nicht nur die Medien häufig ignorierten. Selbst der Bundesregierung sei nicht bekannt, wie viele Menschen in der Nachwendezeit im Zuge der Privatisierung ostdeutscher Betriebe durch die Treuhandanstalt ihren Arbeitsplatz verloren haben. Dies sei statistisch nicht erfasst.

Falsch sei es außerdem, den Erfolg der AfD als „Rache der Dörfer“ zu bezeichnen, oder einen neuen Generationenkonflikt zu befeuern. Tobias Riegel ruft in seinem Artikel dazu auf, die „medial angefachten Spaltungen“ zu überwinden und den Faktor anzusprechen, der die Spaltung der Gesellschaft tatsächlich vorantreibt: wachsende Ungleichheit.

„Ostdeutsche gegen Westdeutsche, Stadt gegen Land, Jung gegen Alt: Alle gegen Alle! Man hat den Eindruck, dass es momentan kaum gesellschaftliche Gruppen gibt, die von der gegenseitigen Aufwiegelung durch einige Medien verschont bleiben. Auffällig ist dabei, dass die beiden Gruppen, die am wenigsten gemeinsame Interessen teilen, auch am wenigsten medial gegeneinander ausgespielt werden: die materiell Bevorteilten und die materiell Benachteiligten.“

 

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

 

Wer steckt dahinter?

Peter Heimer
Kommt aus:Kommt aus Altenburg in Thüringen, bezeichnet Leipzig als seine zweite Heimat.
Politische Position:Findet, dass Mensch und Natur immer über wirtschaftlichen Interessen stehen sollten, versucht jedoch für jeden Standpunkt Verständnis aufzubringen.
Arbeitet für/als:Studiert Germanistik in Leipzig
Was Sie noch wissen sollten:Schreibt Gedichte und Texte über Absurditäten des Lebens. Seine Liebe zur Musik der 60er Jahre lebt er in einer Band an der Gitarre aus.
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