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Der „autoritäre Nationalradikalismus“ der AfD gefährdet die offene Gesellschaft
Der "autoritäre Nationalradikalismus" der AfD gefährdet die offene Gesellschaft
( Link zum Originalbild | Urheber: Markus Spiske | flickr.com | CC-BY 2.0 )

„Wenn die Politik sich nicht weitreichend verändert und sich die AfD nicht selber zerlegt, kann der Autoritäre Nationalradikalismus in Deutschland, wie bereits in anderen Ländern, ein politisches Wachstumsmodell werden. Umso wichtiger ist es, zu benennen, was er will: Er zielt auf die Institutionen und damit auf die Substanz der offenen Gesellschaft und liberalen Demokratie.“

Wilhelm Heitmeyer, ehem. Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, SZ.DE

 

Die Perspektive in 30 Sekunden:

Die AfD kennzeichnet ein autoritärer Nationalradikalismus, doch in der öffentlichen Debatte wird viel zu oft verniedlichend von einer populistischen Partei gesprochen. Die Partei konstruiert das Konfliktfeld „Volk gegen Elite“, von dem Rechtspopulisten und Rechtsextreme gleichermaßen profitieren. Der Radikalismus der AfD zielt auf Institutionen, Parlamente, Schulen, Vereine und Kultureinrichtungen und gefährdet so die offene und liberale Gesellschaftsordnung.

 

Belege für das Kernargument:

Der autoritäre Nationalradikalismus der AfD hat großes Gefahrenpotential, da in Teilen der Gesellschaft eine „Wahrnehmung von biografischen, kulturellen oder sozial-geografischen Kontrollverlusten existiert oder gar zunimmt.“ Das Gefühl, keinen Einfluss auf politische Prozesse zu haben, ist für Heitmeyer eine dramatische Demokratieentleerung. Sympathisanten der Partei weisen eine gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auf.
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