Zurück zur Debattenübersicht
Wenn die CDU eine Koalition mit der AfD ausschließt, wird sie massenhaft Wähler verlieren
Wenn die CDU eine Koalition mit der AfD ausschließt, wird sie massenhaft Wähler verlieren
( Link zum Originalbild | Urheber: Superbass | Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0 )

„Wenn ich mir vorstelle, dass die CDU mit den Linken und mit den Grünen eine Koalition gegen die AfD bildet, verliert sie auch im Osten die letzten CDU-Wähler.“

Alexander Gauland in einem Interview mit dem CICERO, zusammengefasst und verfügbar in der WELT

 

Die Perspektive in 30 Sekunden:

  • Ein Ausschluss der Koalition mit der AfD führt dazu, dass die CDU weiter geschwächt wird.
  • Wenn die CDU im Osten eine Koalition beispielsweise mit Grünen und Linken eingeht, wird sie in Zukunft viele Wähler verlieren, meint Alexander Gauland.
  • Der Grund: Die konservativen Wähler wollten nicht von diesen Parteien abhängig sein.
  • Außerdem hält Gauland es für falsch, dass die AfD mit dem Lübcke Mord in Verbindung gebracht werde. Dieser Mord werde nun als Argument genutzt, um eine Koalition mit der AfD zu verbieten.

 

Belege für das Kernargument:

  • Gauland bezieht sich auf Wahlergebnisse in Ostdeutschland, um seine These zu begründen, dass die CDU in Zukunft auf die AfD angewiesen sei.
  • In Görlitz war die CDU auf die Unterstützung der Grünen angewiesen, um die Oberbürgermeisterwahl für sich zu entscheiden.
    • Im ersten Wahlgang lag der AfD-Kandidat Sebastian Wippel vorne und erst nachdem die Grünen-Kandidatin Franziska Schubert zurückgetreten war, konnte Octavian Ursu (CDU) die Wahl gewinnen.

 

Warum The Buzzard diese Perspektive empfiehlt:

Neue Einblicke: Als Parteivorsitzender der AfD ist Alexander Gauland eine zentrale Person des politischen Betriebs. Seine Ansichten bekommt man in den Medien häufig eher verkürzt mit.

Zentrale These: Eine Debatte über die AfD wäre ohne die Perspektive der Partei unvollständig.

 

Tiefer eintauchen:

In diesem Cicero-Artikel von 2017 schreibt der Politikwissenschaftler Florian Hartleb, dass Schwarz-Weiß-Denken à la „ehrliche Etablierte vs. Böse Populisten“ Parteien wie der AfD dabei hilft, sich als Märtyrer zu inszenieren. Das Einbinden der Partei könnte zu mehr Gelassenheit führen wie das Beispiel Schweden zeigt. Der Rückblick auf die Bundestagswahl könnte wegweisend sein für die anstehenden Landtagswahlen.

Diese Perspektive wird empfohlen von: Nadja Bascheck.

Wer steckt dahinter?

Alexander Gauland
Kommt aus:Deutschland
Politische Position:Rechtskonservativ
Arbeitet für/als:Parteivorsitzender der AfD und Abgeordneter im Deutschen Bundestag
Was Sie noch wissen sollten:Alexander Gauland sorgt mit seinen umstrittenen, teils radikalen Aussagen immer wieder für Aufsehen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.