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Das Glück kommt, wenn das Ich schmilzt
Das Glück kommt, wenn das Ich schmilzt
( Link zum Originalbild | Urheber: aitoff | https://pixabay.com/de/ | CC BY Pixabay )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

 

Guten Morgen,

in der Behandlung von physischen und psychischen Erkrankungen diskutiert man bereits seit den 60er Jahren über die Wirksamkeit von Psychedelika wie LSD oder Psilocybin. Zahlreiche Studien belegen deren therapeutische Anwendbarkeit: Krebskranke können durch die Behandlung besser mit ihren Leiden umgehen, Depressive fassen neuen Mut und Suchterkrankten fällt es leichter von ihren Süchten zu lassen.

Die Debatte um die Anwendung von Psychedelika wie LSD kommt hierzulande immer wieder auf, weil gängige Behandlungsmethoden zahlreiche Probleme mit sich bringen: Gesprächstherapien und Medikamente sind teuer, können nicht den hohen gesellschaftlichen Bedarf decken und zeigen oft den gewünschten therapeutischen Effekt.

Deshalb empfehlen wir heute einen Artikel aus der Schweiz, wo man in Sachen Drogenpolitik liberaler ist als in Deutschland. Dort gibt es seit Jahren das sogenannte „Drug-Checking“ in Clubs und kontrollierte Heroinabgaben an Suchterkrankte. Auch therapeutische Behandlungen mit Psychedelika könnten dort früher oder später legal werden.

Bettina Dyttrich ist Landwirtschafts-Redakteurin der schweizerischen WOZ und nimmt sich in ihrem Artikel den Vor- und Nachteilen von therapeutischen Behandlungen mit Psychedelika an. Sie verweist dabei auf das jüngst erschienene Sachbuch des US-amerikanischen Neurowissenschaftlers Michael Pollen.

Dyttrich stellt dabei auch die These auf, dass Psychedelika über ihre therapeutische Anwendbarkeit eine Antithese zur Konsumgesellschaft darstellen können, durch die man fernab von Materiellem sein Glück finden könne.
Interessant ist der Artikel auch deshalb, weil er dazu einlädt, darüber nachzudenken, wie unsere Gesellschaft einen gesunden Umgang mit Drogen entwickeln und, ob das Modell aus Schweiz nicht auch hierzulande sinnvoll sein könnte.

„Die Berichte sind erstaunlich: Krebskranke, die vor Todesangst wie erstarrt sind, verlieren ihre Angst und können ruhig sterben. Depressive fühlen zum ersten Mal seit Jahren wieder Glück. Manche Alkoholiker und Raucherinnen schaffen es, ihre Drogen fast schon beiläufig links liegen zu lassen. Und das alles dank eines einzigen, hoch dosierten und von einer Fachperson begleiteten LSD- oder Psilocybintrips. Zu gut, um wahr zu sein?“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Johannes Bär
Kommt aus:Hat Literatur und Sprachwissenschaft in Freiburg studiert, lebt jetzt in Leipzig
Politische Position:Kapitalismusktitisch, beschäftigt sich mit Ideologiekritik und darüber mit kulturellen und sozialpolitischen Themen
Arbeitet für/als:freier Autor und Podcast-Produzent
Was Sie noch wissen sollten:Hat als Redakteur u.a. für Radio Dreyeckland gearbeitet, produziert einen eigenen Hiphop-Podcast
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