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Kleider machen Leute arm
Kleider machen Leute arm
( Link zum Originalbild | Urheber: Free Photos | Pixabay | Pixabay License )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

als 2013 in Bangladesh eine Textilfabrik einstürzte und tausende ArbeiterInnen unter sich begrub, gerieten die schlimmen Arbeitsbedingungen für NäherInnrn in Fernost in den Blickpunkt der internationel Berichterstattung. Das führte zu zahlreichen Protesten gegen Modefirmen, die ihre Kollektionen zu Dumpinglöhnen in ausgelagerten Produktionsstätten produzieren lassen.

Doch nicht nur im fernen Bangladesh, in Pakistan oder den Philippinen produzieren Menschen für einen Hungerlohn das, was wir tagtäglich tragen, sondern auch in Ländern der Europäischen Union.

Wir empfehlen heute einen Artikel vom Journalisten Mathias Fiedler aus der linken Wochenzeitung JUNGLE WORLD, der zeigt, weshalb das hochgelobte Label „Made in Europe“ nicht immer dem entspricht, was es verheißen soll – nämlich faire Produktions- und Arbeitsbedingungen. Fiedler stützt sich dabei auf eine Studie bulgarischer SozialwissenschaftlerInnen, die sieben textilproduzierende Fabriken in Bulgarien untersucht haben. Die Studie zeigt: In Bulgarien sind die Unterschiede zwischen gesetzlichen Mindestlohn und dem existenzsichernden Lohn mitunter gravierend und Arbeitsbedingungen und Löhne teilweise schlechter als in asiatischen Ländern.

Bulgariens Mindesteinkommen ist das niedrigste in der EU. Im Januar gab es eine zehnprozentige Anhebung auf 286 Euro pro Monat. Dass die Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter nicht in ­Obdachlosigkeit leben, liegt unter anderem daran, dass viele Menschen in Bulgarien noch eigenen Wohnraum besitzen.“


Hier entlang zum Originalartikel


Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Johannes Bär
Kommt aus:Hat Literatur und Sprachwissenschaft in Freiburg studiert, lebt jetzt in Leipzig
Politische Position:Kapitalismusktitisch, beschäftigt sich mit Ideologiekritik und darüber mit kulturellen und sozialpolitischen Themen
Arbeitet für/als:freier Autor und Podcast-Produzent
Was Sie noch wissen sollten:Hat als Redakteur u.a. für Radio Dreyeckland gearbeitet, produziert einen eigenen Hiphop-Podcast
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