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Die SPD hat keine Führungsfigur mehr
Die SPD macht Politik für nichtexistente Wähler
( Link zum Originalbild | Urheber: Franz | Pixabay | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Seit dem Ende der Schröder-Ära 2005 habe es keine erfolgreiche Führungsfigur an der Parteispitze gegeben. Das findet zumindest der Journalist Christian Teevs. Auch Andrea Nahles, bis vor kurzem noch SPD-Parteichefin, gehört weder parteiinintern, noch in der Öffentlichkeit zu den beliebtesten deutschen Politikern. In einem Beitrag für SPIEGEL ONLINE schreibt Teevs, dass die SPD aber generell ein Image-Problem habe.

 

 

Gabriel, Schulz, Nahles – niemand konnte die SPD gut führen

Teevs erwähnt in seinem Beitrag ein Treffen der ostdeutschen SPD in Schwante, bei dem immer wieder gesagt wurde: „Uns fehlt eine starke Person an der Spitze, ein charismatischer Anführer.“ Nach Schröder sei keine Parteiführung mehr in der Lage gewesen, SPD-Mitglieder und ihre Wähler wirklich zu begeistern. Gerade Nahles sei trotz inhaltlicher Erfolge zu sehr durch „Bätschi“- und „In die Fresse“-Sprüche oder Pippi-Langstrumpf-Gesang bekannt – egal, wie sehr sie sich anstrengt, könne sie ihr schlechtes Image nicht mehr ablegen. Teevs betont aber, dass das Problem nicht nur bei Nahles liegt. Auch Schulz und Gabriel hätten bei den Wählern keinen guten Eindruck hinterlassen. Bei aller Personaldebatte vergesse die SPD die inhaltliche Themendiskussion – das beeinflusse auch ihre Außenwirkung.

„Doch die gleichen Sozialdemokraten, die so leidenschaftlich über Nahles schimpfen, vergessen gern, dass die Lage vor einem Jahr mit Schulz und bis vor zwei Jahren mit Gabriel kaum anders war. Die SPD steckt seit 2005 in der Dauerkrise und hat es sich gern zu leicht damit gemacht, dafür die Person an der Spitze verantwortlich zu machen.“

 

Der Beitrag wird empfohlen von: Stephanie Berens.

Wer steckt dahinter?

Christian Teevs
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Journalist
Was Sie noch wissen sollten:Teevs schreibt als Politikredakteur für den SPIEGEL, davor war er auch im Wirtschafts- und Sportressort tätig. Momentan arbeitet er am Göttinger Institut für Demokratieforschung an seiner Dissertation über „Nachwuchspolitiker in Deutschland: Politische Karrieren und innerparteiliche Elitenrekrutierung“.
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