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Eine Studie zeigt: Die 6-Stunden-Arbeitswoche könnte das Klima retten
Eine Studie zeigt: Die 6-Stunden-Arbeitswoche könnte das Klima retten
( Link zum Originalbild | Urheber: Leninscape | Pixabay | Pixabay License )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,
wie kein anderes Thema bestimmt derzeit der Klimawandel die politsiche Debatte. Die Friday for Future Bewegung ist bald ein Jahr alt und die Klima- und Umweltpolitik der beiden deutschen Großparteien CDU und SPD führt nicht zur Straßenprotesten, sondern auch zu massiven Stimmenverlusten – vor allem bei den Wählern unter 30. Deshalb reden die Politiker nun wieder mehr übers Klima. Das Klimakabinett – heißt es aus Regierungskreisen – ist nun im „Arbeitsmodus“. Was freilich noch lange nicht bedeutet, dass Lösungen für eine konsequentere Klimapolitik beschlossen werden.

Wir empfehlen heute einen Beitrag auf HEISE ONLINE von Thorsten Kleinz, der ein Lösungskonzept unterstreicht, das in der öffentlichen Debatte in Deutschland keine Rolle spielt. Der britische Think-Tank Autonomy zeigt in einer neuen Studie: Eine radikale Verkürzung der Arbeitszeit könnte dem Klima mehr helfen als der Fokus auf grünem Wachstum. An Umwelt und Klimazerstörung seien die Produktionsverhältnisse schuld, die zu Konsum führten, der wiederum zur Produktion führe und so fort. Wenn wir alle also weniger arbeiten würden, würde weniger produziert und dann auch weniger konsumiert werden. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass wir alle ein bisschen mehr Freizeit hätten.

„Hochgerechnet auf den Ausstoß und Produktivität der heutigen Volkswirtschaften ergibt sich somit ein radikaler Arbeitszeiteinschnitt. Deutsche könnten bei gegebener Produktivität grade einmal noch sechs Stunden pro Woche arbeiten, in Großbritannien wären es neun Stunden. Aufgrund der bereits heute deutlich klimafreundlicheren Wirtschaftsweise kämen Schweden immerhin noch auf eine 12-Stunden-Arbeitswoche.“

 

Hier entlang zum Originalartikel

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In einer Wochenausgabe von The Buzzard widmen wir uns der Frage: Brauchen wir kürzere Arbeitszeiten?

Wer steckt dahinter?

Johannes Bär
Kommt aus:Hat Literatur und Sprachwissenschaft in Freiburg studiert, lebt jetzt in Leipzig
Politische Position:Kapitalismusktitisch, beschäftigt sich mit Ideologiekritik und darüber mit kulturellen und sozialpolitischen Themen
Arbeitet für/als:freier Autor und Podcast-Produzent
Was Sie noch wissen sollten:Hat als Redakteur u.a. für Radio Dreyeckland gearbeitet, produziert einen eigenen Hiphop-Podcast
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

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