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Warum diese Europawahl die politischen Spielregeln verändern wird
Warum diese Europawahl die politischen Spielregeln verändern wird
( Link zum Originalbild | Urheber: StartupStockPhotos | Pixabay | CC0 Public Domain )

Was bei dieser Europawahl passiert ist, wird die politischen Spielregeln dauerhaft verändern – da ist sich Markus Beckedahl von netzpolitik.org sicher. Denn seiner Meinung nach wurde die Abstimmung, die Europa gerade erlebt hat, maßgeblich im Netz entschieden, so schreibt er es auf der Plattform für digitale Inhalte.

Beckedahl spricht über eine „Re-Politisierung der Zivilgesellschaft“. Die betreffe hauptsächlich junge Menschen: In Großdemonstrationen wie der gegen die umstrittene Urheberrechtsreform hätten sie die analoge Welt mit der Netzwelt verknüpft. „Nicht nur prägten die Memes aus den Sozialen Medien die zahlreichen Demoschilder. Durch Streams, Protestsongs und Nachbesprechungen wurde der Offline-Protest online weitergetragen und verstärkt“, meint Beckedahl.

Die Erkenntnis: Jungwähler zu unterschätzen kann gefährlich werden

Was das nun bedeutet? Deutlich geworden ist in jedem Fall, welch großen Einfluss das Internet und damit vor allem jüngere Wähler auf den Ausgang von Wahlen haben können. Dass es für Parteien gefährlich sein kann, Protestierende als „gekaufte Demonstranten“ zu bezeichnen und ein Video wie das von Youtuber Rezo zu unterschätzen, ist Beckedahl zufolge bei dieser Europawahl mehr als deutlich geworden.

„Im Rückblick dürfte auch der Union auffallen, dass das Abqualifizieren junger Menschen für ihre legitimen Anliegen eine schlechte Idee war. Das kann man jetzt in zahlreichen Grafiken anschauen, die zeigen, dass die Union nur noch bei den Alten vorne liegt.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus unsere Debattenübersichten zu den wichtigsten politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Nadja Tausche
Kommt aus:München
Politische Position:Versucht, alle politischen Richtungen zumindest neutral zu betrachten
Arbeitet für/als:Arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Das Erste und The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:Nadja Tausche hat im bayerischen Eichstätt und in Barcelona Journalistik studiert.
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