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Weshalb ausgerechnet ein Republikaner Trumps Wiederwahl gefährden könnte
Weshalb ausgerechnet ein Republikaner Trumps Wiederwahl gefährden könnte
( Link zum Originalbild | Urheber: Gordon Johnson | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

es sind noch mehr als 500 Tage bis zur nächsten Präsidentschaftswahl in den USA. Aber in den amerikanischen Medien wird bereits mit Interesse verfolgt, wer seinen Hut in den Ring wirft (oder es noch tun könnte). Mehr als 20 Politiker der Demokratischen Partei haben bisher ihre Bewerbung um die Kandidatur angekündigt. Der hierzulande wohl bekannteste unter ihnen: Joe Biden, der ehemalige Vizepräsident Barack Obamas.

Auch im Trump-Lager bereitet man schon emsig die Wiederwahl-Kampagne für den amtierenden Präsidenten vor: Man investiert bereits kräftig in Facebook-Werbung; außerdem hat Trump mit ersten öffentlichen Attacken gegen potenzielle Präsidentschaftskandidaten der Demokraten Aufmerksamkeit erregt – auch wenn die Kandidatenfrage noch längst nicht entschieden ist.

Während Trump sich schon auf die Konkurrenz im Lager der Demokraten einschießt, droht seine Wiederwahl vielleicht an einem Republikaner zu scheitern. Das jedenfalls schreibt der Politik-Reporter Aaron Blake der WASHINGTON POST in einem Beitrag, den wir heute empfehlen.

Justin Amash, Kongressabgeordneter für den Bundesstaat Michigan, war nicht nur der erste Republikaner, der sich für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump aussprach. Amash steht der Tea-Party-Bewegung nahe und spielt offenbar mit dem Gedanken, als Kandidat der Libertarian Party bei der Präsidentschaftswahl im November 2020 anzutreten.

Die Libertären haben, als eine der größten Drittparteien in den USA, seit den 70er Jahren bei jeder Präsidentschaftswahl einen Kandidaten gestellt, in der Regel aber weit unter 1 Prozent der landesweiten Stimmen erzielt. Aaron Blake stellt aber heraus: Justin Amash kommt aus einem Bundesstaat, den Trump bei der Wahl 2016 nur sehr knapp gewinnen konnte. Amash könnte Trump diese entscheidenden Prozentpunkte in Michigan – und damit vielleicht sogar die Präsidentschaft – kosten:

„Selbst wenn Amash landesweit nicht viele Stimmen bekommt: Schneidet er in seinem Heimatstaat überdurchschnittlich ab, könnte er Trump die 16 Wahlmännerstimmen kosten und damit dessen Wiederwahl signifikant erschweren. Und man kann sich durchaus vorstellen, dass Amashs Tea Party-nahe Politik auch für einige unzufriedene Republikaner in anderen Staaten attraktiv erscheint.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit, unter anderem zur Präsidentschaft Donald Trumps.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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