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So will ein kleines Inselvolk Australien zum Klimaschutz bringen
So will ein kleines Inselvolk Australien zum Klimaschutz bringen
( Link zum Originalbild | Urheber: Clker-Free-Vector-Images | Pixabay | CC0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

in unserer aktuellen Debatte, der vierten zur EU-Wahl, geht’s um Klimaschutz. Wir haben uns angeschaut, ob wir einen strengeren Klimaschutz brauchen und auch, wie realistisch der eigentlich wäre. Heute bin ich allerdings über eine Reportage gestolpert aus einer Region, in der sich die Frage nach der Notwendigkeit von strengem Klimaschutz längst nicht mehr stellt: Sie stammt von den Torres-Strait-Inseln, einer Inselgruppe an der Nordspitze Australiens, und ist in der New York Times erschienen.

Der Anlass: Die Torres-Strait-Insulaner haben vor der UN Klage gegen Australien eingereicht. Sie werfen der Regierung vor, ihre Menschenrechte missachtet zu haben, weil die Regierung es versäumt hat, den CO2-Ausstoß rechtzeitig einzudämmen. Jetzt sind die Lebensräume auf den Inseln gefährdet. Der Meeresspiegel steigt, die Küstenlinie rückt näher, das Wasser entwurzelt Bäume, zerstört Süßwasserquellen, flutet regelmäßig Straßen und Häuser.

Die Journalistin Livia Alpeck-Ripka hat mit Anwohnern gesprochen und schafft es einerseits, die existenzielle Dringlichkeit der Lage zu veranschaulichen – dabei helfen die in den Text gesetzten Fotografien von Matthew Abbott –, andererseits erläutert sie, dass es hier um eine Grundsatzentscheidung geht: Wenn die Torres-Strait-Insulaner vor der UN Recht bekommen, könnte das maßgeblich beeinflussen, wie sich diejenigen, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, zukünftig mithilfe des internationalen Rechts Unterstützung holen können.

„Obwohl die Vereinten Nationen Australien nicht zum Handeln zwingen können, hoffen die Verantwortlichen, dass sie Druck auf Regierungen weltweit ausüben werden, um die Rechte von ausgegrenzten Bürgern zu schützen, deren Kultur an einen bestimmten Ort gebunden ist und für die die Enteignung ein Trauma bedeuten könnte, das dem der Kolonisierung ähnelt.“ 

(im Original Englisch)

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Maurus Jacobs
Kommt aus:Geboren in Kalifornien, aufgewachsen bei Hamburg, jetzt in Leipzig
Politische Position:Hat großes Interesse, komplexe Debatten in ihrer Vielfalt, aber übersichtlich darzustellen
Arbeitet für/als:Arbeitet für eine Hamburger Medienagentur
Was Sie noch wissen sollten:Maurus hat in Hamburg für die Bergedorfer Zeitung und Die Welt geschrieben. Er studiert am Deutschen Literaturinstitut.
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