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Der Anteil der Kernkraft an der Weltstromerzeugung sinkt – weil Kernenergie sich kaum rentiert
Der Anteil der Kernkraft an der Weltstromerzeugung sinkt – weil Kernenergie sich kaum rentiert
( Link zum Originalbild | Urheber: Markus Distelrath | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

welche Rolle kann oder muss die Kernenergie bei unserer zukünftigen Stromversorgung haben? Nicht nur die vermeintliche Unterstützung der Klima-Aktivistin Greta Thunberg hatte diese Diskussion wieder angefacht: Auch einige Wissenschaftler und sogar manche Umweltgruppen sehen Atomkraft als eine CO₂-arme Energiequelle, um den Klimawandel zu bremsen.

Der Anteil, den Strom aus Atomkraft an der weltweiten Stromerzeugung hat, ist seit Mitte der 90er Jahre rückläufig. Das liegt nicht unbedingt daran, dass aus moralischen oder ökologischen Gründen – Stichwort Atommüll-Endlager – darauf verzichtet wird: In vielen Fällen rechnet sich diese Form der Energiegewinnung schlichtweg nicht. Hierzu empfehlen wir heute eine Meldung der acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, die beim INFORMATIONSDIENST WISSENSCHAFT veröffentlicht wurde.

Die von Bund und Ländern geförderte nationale Akademie der Technikwissenschaften acatech vereint Experten verschiedener Wissenschaftsdisziplinen, die unter anderem an Projekten zu Nachhaltiger Landwirtschaft, Cyber Security oder künstlicher Intelligenz arbeiten.

Eines der Projekte mit dem Namen „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) förderte nun Ergebnisse zur Wettbewerbsfähigkeit der Atomkraft zu Tage. In vielen Ländern sei es zunehmend unrentabel, in Atommeiler zu investieren, was unter anderem an erhöhten Sicherheitsanforderungen für die Anlagen sowie Risikozuschläge für die Endlagerung der atomaren Abfälle liegt. Dagegen seien die Investitionskosten für erneuerbare Energien in den letzten Jahren stetig gesunken.

Insgesamt fällt das Ergebnis der Untersuchungen aber differenzierter aus, als die Überschrift („Klimaschonend, selten lohnend“) vermuten lässt:

„Die Antwort auf die Frage, ob Strom günstiger aus Kernkraftwerken oder aus erneuerbaren Energien produziert werden kann, unterscheidet sich von Land zu Land – je nach Marktdesign, politischen Steuerungsinstrumenten und dem Anteil der Erneuerbaren im System.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu wichtigen politischen Themen, unter anderem zu Fragen der Umwelt- und Energiepolitik.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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