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Eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung lässt uns wieder an die EU glauben
Eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung lässt uns wieder an die EU glauben
( Link zum Originalbild | Urheber: Martin Kraft | Flickr | CC BY-SA 2.0 )

Das Argument in Kürze: 

Eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung wäre sehr gut für Europa, findet der „Friends of Europe“-Gründer Giles Merritt. Ein solches Projekt könne den Glauben der Bürger an die Europäische Union wiedererwecken und sei ein Zeichen für mehr Gemeinschaftlichkeit und Solidarität.

 

Viele fragen sich: Was hat die EU jemals für mich getan?

Das Image der EU ist zurzeit mehr als nur angekratzt, schreibt Merritt in einem Beitrag für FRIENDS OF EUROPE. Viele Bürger würden sich fragen, was ihnen die EU eigentlich konkret bringe – die meisten Vorteile der Union würden manche als selbstverständlich erachten. Deshalb brauche Europa ein neues Großprojekt, das die Menschen wieder zusammenbringt und den Glauben in die EU wiedererweckt. Eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung sei bestens dafür geeignet.

EU-Bürger sollen sich besser unterstützt fühlen

Massenarbeitslosigkeit sei noch immer ein großes Problem. Vor allem junge Menschen, die Zukunft von Europa, seien anfälliger, arbeitslos zu werden, als noch ihre Eltern. Und viele Experten würden fürchten, dass bald wieder eine ähnliche Finanzkrise wie 2008 kommt. Inmitten dieser Unsicherheiten müssten EU-Bürger sich besser unterstützt fühlen und wissen, dass die Europäische Union dieses Mal für sie sorgen wird.

„Wolken ziehen auf über dem Weltmarkt und manche Experten warnen vor einer neuen Finanzkrise, ähnlich wie die von 2007-8. Ein Gefühl von gemeinsamer europäischer Unterstützung für Menschen, die aufgrund einer Krise arbeitslos geworden sind, würde die EU immens stärken.“

 

Der Beitrag wird empfohlen von: Stephanie Berens.

 

Tiefer eintauchen:

In diesem Beitrag für VORWÄRTS argumentiert auch SPD-Vorsitzende Andrea Nahles, dass Europa eine solidarische Sozialpolitik braucht – also zum Beispiel eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung. Sonst könnte es Europa von innen zerreißen.

 

Wer steckt dahinter?

Giles Merritt
Kommt aus:Brüssel, Belgien
Arbeitet für/als:Gründer des Thinktanks „Friends of Europe“
Was Sie noch wissen sollten:Merritt war früher Korrespondent für die FINANCIAL TIMES in Brüssel. Sein neustes Buch heißt „Slippery Slope: Europe’s Troubled Future“. 1999 gründete er „Friends of Europe“, das zugehörige Journal EUROPE’S WORLD folgte 2005.
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