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Dringende Reformen würden durch die EU-Versicherung verhindert
Dringende Reformen würden durch die EU-Versicherung verhindert
( Link zum Originalbild | Urheber: Hendrik Dacquin | Flickr | CC BY 2.0 )

Das Argument in Kürze

Eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung mache die Europäische Union insgesamt krisenanfälliger, schreibt Arbeitsmarktökonom Holger Schäfer für das INSTITUT DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT. Denn Länder mit hoher Arbeitslosigkeit hätten dadurch weniger Anreize, für Krisenzeiten vorzusorgen und ihr System zu reformieren.

 

Andere Länder haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht

Länder wie Griechenland und Spanien haben eine hohe Arbeitslosigkeit. 2019 ist sie noch immer in beiden Ländern mehr als doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Doch die Arbeitslosigkeit in den Staaten, schreibt Schäfer ähnlich wie König und Raddatz, hat in vielen Fällen strukturelle Ursachen. Die Länder hätten „ihre Hausaufgaben nicht gemacht.“

Wenn sie sich unter den Bedingungen eines gemeinsamen Fonds darauf verlassen könnten, dass die EU-Staatengemeinschaft ihre Fehler mit Geld ausbügelt, verhindere das nötige Reformen in diesen Staaten. Denn hätte die EU eine gemeinsame Arbeitslosenversicherung, argumentiert Schäfer, würde das den Druck auf diese Länder verringern, sich anzupassen und für Krisenzeiten vorzusorgen. Auf schlechte Zeiten wären sie und damit die ganze EU somit weniger gut vorbereitet.

„Wenn sich nun jene Länder, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, darauf verlassen können, dass die Staatengemeinschaft der EU ihre Versäumnisse über eine europäische Arbeitslosenversicherung abfedert,

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