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Wieso uns das Nutella-Brot im Halse stecken bleiben sollte
Wieso uns das Nutella-Brot im Halse stecken bleiben sollte
( Link zum Originalbild | Urheber: LoggaWiggler | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

schon gefrühstückt? Vielleicht Müsli oder doch der Nuss-Nougat-Aufstrich? Dann waren wohl Haselnüsse im Spiel. Und die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass syrische Arbeiter in der Türkei für dein Frühstück ausgebeutet wurden.

Nachzulesen ist das Schicksal vieler syrischer Türkei-Flüchtlinge in der NEW YORK TIMES: Pulitzer-Preisträger David Segal beschreibt, wie die Erntehelfer sich täglich abrackern. Auf unebenen Feldern und Abhängen. Sieben Tage in der Woche. Ohne Rechtsschutz. Über Mittelsmänner, die mehr Lohn versprechen, als ausgezahlt wird: nämlich knapp acht Euro – am Tag.

Das Geld reiche gerade so für die Hin- und Rückfahrt zu den Haselnuss-Feldern am Schwarzen Meer, führt ein Protagonist in Segals Feature aus. Und trotzdem kehren sie immer wieder – weil ihnen wenige Alternativen bleiben: Erntearbeit ist eine der wenigen Arbeiten in der Türkei, die keine Arbeitserlaubnis voraussetzt.

Es ist nicht die erste fragwürdige Nachricht rund um die Haselnussernte in der Türkei, die hauptsächlich an Großkonzerne wie Ferrero oder Nestlé fließt: Vor ein paar Jahren griffen auch deutsche Medien Probleme mit Kinderarbeit auf Haselnuss-Feldern auf. Das Problem: Die Haselnuss-Bauern können selbst nicht profitabel wirtschaften – zu klein ihre Felder, zu niedrig der Preis.

„Die Türkei bleibt Hauptader der Haselnuss-Produktion und es ist unmöglich, der internationalen Nachfrage ohne massiven Einkauf in der Türkei gerecht zu werden. Das heißt aber auch, eine Ernte mit eklatanten humanitären Mängeln zu unterstützen. ‚In sechs Jahren Kontrolle haben wir keine einzige Haselnuss-Farm mit annehmbaren Arbeitsstandards gefunden‘, sagt Richa Mittal.“

 

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus unsere Debattenübersichten zu den wichtigsten politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Joshua Müller
Kommt aus:Gladenbach in Hessen
Politische Position:Aktives Mitglied der Zuhörer, denn jede Stimme ist wahr- und ernst zu nehmen
Arbeitet für/als:Studiert Medienkommunikation an der Ostfalia Hochschule in Salzgitter und hat bereits für Lokalzeitungen wie auch für das Newsportal Campus38 geschrieben
Was Sie noch wissen sollten:Joshua nerven Populismus, Intoleranz und ständige Scherze über seinen Lieblingsverein Schalke 04
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