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Wie das Bild einer Frau ganz Twitter durcheinander gebracht hat
Wie das Bild einer Frau ganz Twitter durcheinander gebracht hat
( Link zum Originalbild | Urheber: Dan Zen | Flickr | CC BY 2.0 )

In der letzten Woche ist ein Tweet um die Welt gegangen, der die einen fasziniert, die anderen angeekelt hat. Auf dem Bild war ein Muskelsystem zu sehen, wie es in jedem medizinischen Buch abgebildet ist. Fast – denn statt eines Mannes war auf dem Bild eine Frau zu sehen. Samt Brüsten mit den Drüsenläppchen der Brustdrüse, die zur Milchbildung dienen. Ein Bild, das viele wohl noch nicht gesehen hatten. „Wenn ich diese Drüsen noch einmal sehe, werde ich diese Aliens direkt von meiner Brust reißen“ schrieb eine Nutzerin und eine andere „Ich würde eine Million Dollar bezahlen, um diesen Post niemals wieder sehen zu müssen“.

Der Post hat viele Menschen bewegt. Was eigentlich absurd an ihm war, kam jedoch kaum zur Sprache. Jill Filipovic erklärt es in ihrem Beitrag für den GUARDIAN. Dass viele Twitter-Nutzer das Bild zum ersten Mal gesehen haben, schreibt sie, liege nicht nur daran, dass die Menschen ignorant seien. Der Grund dafür sei, dass die Medizin und Wissenschaft sich immer nur mit dem männlichen und nie mit dem weiblichen Körper beschäftigt habe. Beispielsweise seien über ein Jahrhundert lang Medikamente vor allem an Männern getestet worden, so dass ihre Nebenwirkungen an Frauen kaum bekannt seien. Häufig werde das den weiblichen Körpern nicht gerecht. Gerade für schwangere Frauen könne das tödliche Konsequenzen haben.

Es mag weit hergeholt scheinen, dass wir bisher aus demselben Grund keine Milchdrüsen gesehen haben, aus dem wir auch keine weibliche Präsidentin hatten. Aber es hat beides dieselbe Ursache: Wenn immer nur von einem der beiden Geschlechter ausgegangen wird, dann wird das andere, nun ja, das andere.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus unsere Debattenübersichten zu den wichtigsten politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet außer für THE BUZZARD unter anderem für den MDR.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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