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Ein Plädoyer für Verschwörungstheorien
Ein Plädoyer für Verschwörungstheorien
( Link zum Originalbild | Urheber: Thoght Catalog | Unsplash | Unsplash Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

vergangenen Donnerstag machte eine Studie die Runde in deutschen Medien, die von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegeben wurde. Das Fazit der Studie: Rechtspopulistische Tendenzen haben sich in der demokratischen Mitte Deutschlands etabliert.

Erstmals fragten die Studienmacher auch nach Verschwörungstheorien. Das Ergebnis: Knapp die Hälfte der Befragten glaubt, dass geheime Organisationen die Politik beeinflussen – knapp ein Viertel meint, Politiker und Journalisten stecken unter einer Decke.

Entgegen der weitläufig kritischen Meinung gegenüber Verschwörungstheorien, hält Blogger Tom Wellbrock auf NEULANDREBELLEN ein Plädoyer für ebensolche: „Weil es genügend bewiesene Verschwörungen gibt und weil die Vorstellung einer Verschwörung den gedanklichen Horizont erweitern kann.“

Verschwörungstheorien verdienen, gehört zu werden, sagt Wellbrock – zumindest solche, die über bloße Behauptungen hinausgehen und kritische Fragen an die proklamierte Wahrheit stellen. Denn ohne ein gesundes Misstrauen keine Theorien, ohne Theorien keine Überführung von tatsächlichen Tätern. Zweifler würden oft als Verschwörungstheoretiker abgewürgt – seien jedoch unverzichtbar für eine funktionierende Gesellschaft, konstatiert der Blogger.

Nun wird der kritische Geist anmerken, meine Methode sei sinnlos, weil der Verschwörungstheoretiker ja sowieso nicht offen sei für sachliche Argumente. Schließlich habe er sich so sehr in seiner Theorie verfangen, dass er für derlei Argumentation gar nicht offen sei. Und damit hat dieser kritische Geist womöglich auch recht. Aber dann bleibt doch die Frage im Raum, wer denn nun der kritische Geist ist, wer der Verschwörungstheoretiker und wer derjenige, der alle Fakten in der Hand hält.“

 

Übrigens:

Die Mitte-Studie entstand in Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld. Um die Stadt Bielefeld rankt sich schon seit mehr als 20 Jahren die Verschwörungstheorie, dass es sie gar nicht gibt.

 

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Wer steckt dahinter?

Joshua Müller
Kommt aus:Gladenbach in Hessen
Politische Position:Aktives Mitglied der Zuhörer, denn jede Stimme ist wahr- und ernst zu nehmen
Arbeitet für/als:Studiert Medienkommunikation an der Ostfalia Hochschule in Salzgitter und hat bereits für Lokalzeitungen wie auch für das Newsportal Campus38 geschrieben
Was Sie noch wissen sollten:Joshua nerven Populismus, Intoleranz und ständige Scherze über seinen Lieblingsverein Schalke 04
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