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Warum wir eine feministische Klimapolitik brauchen
Warum wir eine feministische Klimapolitik brauchen
( Link zum Originalbild | Urheber: David Greenwood-Haigh | Pixabay | CC0 Public Domain )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

Klima und Feminismus – auf den ersten Blick scheinen die beiden Themen nicht viel gemeinsam zu haben. Zadora Enste sieht das jedoch anders und argumentiert in einem Beitrag für das ENORM-Magazin, dass nur eine feministische Klimapolitik wirklich effektiv sein könne.

Frauen sind vom Klimawandel stärker betroffen als Männer

Enste schreibt, dass die Effekte des Klimawandels Frauen stärken treffen würden als Männer, etwa bei Naturkatastrophen. Beim Tsunami von 2004 seien beispielsweise viermal so viele Frauen wie Männer gestorben – weil sie die Warnungen zu spät mitbekommen hätten und weil sie zusätzlich für die Rettung ihrer Kinder und anderer Familienmitglieder verantwortlich gewesen seien.

Auch Dürre und Wasserknappheit, zum Beispiel im globalen Süden, belaste vor allem Frauen: Wenn wegen Ernteausfällen Nahrungsmittel knapp werden, seien Frauen dafür zuständig, Alternativen zu finden, um ihre Familie zu versorgen. Zeit und Geld, die eigentlich in die Bildung von Frauen und Mädchen investiert werden könnte, gehe dadurch verloren.

Der Klimawandel trifft vor allem Ärmere – das sind meist Frauen

Aber auch in Deutschland träfe der Klimawandel in manchen Aspekten Frauen mehr als Männer. Beispielsweise würden steigende Energiekosten, die durch Klimaschutzmaßnahmen zustande kämen, vor allem einkommensschwache Haushalte belasten – und die würden überdurchschnittlich oft von alleinerziehenden oder älteren Frauen geführt.

Selbst die Lösungsansätze für den Klimawandel bevorzugen Männer, schreibt Enste. Denn die Sektoren, in denen „grüne“ Arbeitsplätze ausgebaut würden, seien vor allem männlich dominiert.

„Männer sind risikofreudiger. Frauen von (patriarchaler) Natur aus genügsamer, umweltbewusster, öfter bereit ihre Ernährung umzustellen, weil sie genau mit dieser Einstellung erzogen werden: wenig zu fordern. Gleichzeitig sind Frauen stärker von den Folgen der Klimakrise betroffen.“

 

Hier entlang zum Originalartikel.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Stephanie Berens
Kommt aus:Deutschland
Politische Position:Versteht sich als Feministin und interessiert sich für Gender und Queer Studies.
Arbeitet für/als:Studiert Amerikanistik im Master an der LMU München und ist Redakteurin bei The Buzzard.
Was Sie noch wissen sollten:Schreibt für das Münchner Studentenmagazin „unikat“ und hat bei The Buzzard sowie bei der Sedona Red Rock News in den USA Praktika absolviert.
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