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Im Sudan formiert sich eine Revolution und die Welt schaut weg
Im Sudan formiert sich eine Revolution und die Welt schaut weg
( Link zum Originalbild | Urheber: Hossam El-Hamalawy | flickr | CC BY-SA 2.0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard

Guten Morgen.

der Sudan taucht sehr selten in den internationalen Medien auf. Und das obwohl die Menschen im Sudan seit Monaten gegen ihren aktuellen Präsidenten Omar Al-Bashir protestieren. Dieser putschte sich vor über dreißig Jahren an die Macht und blieb dort, obwohl gegen ihn ein Haftbefehl des internationalen Strafgerichtshofes vorliegt – unter anderem wegen Kriegsverbrechen und Völkermord. Trotzdem durfte er unbehelligt durch Afrika, Asien und Russland reisen und auch jetzt ignoriert die internationale Gemeinschaft die Situation im Sudan, schreibt der Blogger S.Ahmed auf der Seite AFRICANARGUMENTS.

 

Friedliche Proteste sollen die Diktatur beenden

Seit Jahren schon wird im Sudan immer wieder gegen Korruption und die anhaltende Wirtschaftskrise protestiert. Die jetzigen friedlichen Proteste sind allerdings die bisher größten und werden getragen von Menschen allen Alters, die Unzufriedenheit mit dem Regime zieht sich durch die ganze Gesellschaft. Doch Al-Bashir versucht, sich mit allen Mitteln an der Macht zu halten. Ahmed berichtet, dass vor allem Ärzte bedroht werden, die sich um Verwundete kümmern oder nur Schmerzmittel verteilen wollen. Auch Tote habe es in den letzten Monate gegeben, viele Menschen seien verletzt und ins Gefängnis geworfen worden.

Das Militär dagegen ist gespalten. Teile stellen sich auf Seiten der Protestierenden, Teile halten weiterhin zu Diktator Al-Bashir.  Weil die Armee jedoch entscheidend ist, um den Präsidenten zu stürzen, belagerten Demonstranten in der vergangenen Woche das Hauptquartier der Streitkräfte in Khartoum. Ahmed beschreibt, dass es sich anfühle, als würde im Sudan gerade Geschichte geschrieben werden – auch wenn die internationale Gemeinschaft still bleibe.  Die Gewalt gegen die Demonstranten werde nur vereinzelt verurteilt. Das müsse sich endlich ändern, fordert Ahmed.

 

„Das sudanesische Volk organisiert weiter große, friedliche Proteste, auch wenn die Gewaltandrohungen durch das kampfbereite Regime weiter bestehen bleiben. Die Menschen, die außerhalb des Sudans leben, müssen endlich aufmerksamer auf das Land schauen, bevor es zu spät ist.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Maika Schmitt
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:studiert im Master Afrikanistik in Leipzig und arbeitet für The Buzzard und mephisto 97.6
Was Sie noch wissen sollten:Sucht und findet gerne außergewöhnliche Geschichten. Gerne aus Afrika. Die tauchen ihrer Meinung nach noch zu wenig in den deutschen Medien auf.
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