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Wer dieser Bewegung applaudiert, ist Populist
Wer dieser Bewegung applaudiert, ist Populist
( Link zum Originalbild | Urheber: FridaysForFuture Deutschland | Flickr | CC BY 2.0 )

Das Argument in Kürze

Würden nicht Kinder demonstrieren, würden die Proteste als zu radikal abgelehnt, ist sich Eric Gujer sicher. Der Chefredakteur der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG sagt: Die Forderungen der Fridays-for-Future-Teilnehmer sind nicht umsetzbar, das Beklatschen der Jugendlichen Populismus.

 

Klimaschutz braucht globale Lösungen statt brachialer Forderungen

„Die Demonstranten verdienen, ernst genommen zu werden – auch durch Kritik“, sagt Eric Gujer. Und die Kritik des Journalisten lautet: Was die Protestler fordern, ist chancenlos. Die Treibhausgasemissionen bis 2030 ohne Kompensationstechniken auf Null zu reduzieren und ansonsten – wie es die Schweizer FFF-Demonstranten fordern – die Marktwirtschaft abzuschaffen, sei illusorisch. Und eine Gefahr für Europas Wirtschaft.

Denn würde das Wirtschaftssystem umgebaut, gingen etliche Arbeitsplätze verloren, weil Firmen mit energieintensiver Produktion ins Ausland abwanderten, mutmaßt Gujer. Europa werde ins Hintertreffen geraten – denn es sei unwahrscheinlich, dass sich China oder Indien dem Klimaschutz Europas anschließen würden. Dabei bräuchte es gerade China, Indien oder die USA, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Gujer plädiert daher für globale Lösungen statt radikaler Forderungen, die sich nur auf Europa beziehen.

Deshalb konstatiert der Chefredakteur der NEUEN ZÜRCHER ZEITUNG: Das Applaudieren für die Jugendlichen sei nichts anderes als Populismus – und keine Alternative zu pragmatischer Politik.

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