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Klimaschutz made in Schweden: Mehr als nur Greta
Klimaschutz made in Schweden: Mehr als nur Greta
( Link zum Originalbild | Urheber: Hasse Lundqvist | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

beim Thema Klimaschutz kommt man derzeit nicht an ihr vorbei: Greta Thunberg, die 16-jährige Aktivistin aus Schweden, ist seit Wochen regelmäßig auf den Titelseiten und in Fernsehsendungen zu sehen. In Berlin trat sie kürzlich vor Tausenden bei einer „Fridays for Future“-Protestkundgebung auf. Vergangenes Wochenende erhielt sie sogar eine „Goldene Kamera“ für ihr Engagement. Während manche in ihr ein Idol für die Jugend sehen, schlägt dem Mädchen allerdings auch – vor allem in sozialen Medien – oft Häme, mitunter sogar Hass entgegen.

Trotz all der Aufmerksamkeit lässt sich Klimaaktivismus aber natürlich nicht auf die Person Greta Thunberg oder auf die mit ihr demonstrierende, junge Generation reduzieren. Wir empfehlen deshalb heute einen DEUTSCHLANDFUNK-Beitrag, der im Rahmen einer fünfteiligen Reihe „Grüner Schwede! Klima-Aktivisten im Norden Europas“ einen breiter angelegten Blick auf schwedische Bemühungen um den Umwelt- und Klimaschutz wirft.

Bahn statt Flugzeug

Vorgestellt werden im Rahmen der Reihe etwa die „Rights of Nature“-Aktivisten, die sich dafür einsetzen, der Natur – also einzelnen Bergen, Seen, Wäldern – Rechte zu geben. Ein anderer Beitrag zeigt, wie auch Journalisten eine wichtige Rolle dabei spielen können, Umweltbewusstsein zu forcieren: Nach Auffassung von Björn Wiman, dem Kulturchef und Kolumnisten von „Dagens Nyheter“, einer großen überregionalen Tageszeitung in Schweden, hätten die große Trockenheit und die Waldbrände in Schweden im Sommer 2018 viele Leser aufgerüttelt – vor allem, weil in den Wahlen wenige Wochen später die schwedischen Parteien nichts dazu gesagt hätten. „Dieses Schweigen war absurd“, meint Wiman, und vor allem die schwedischen Grünen hätten dafür vom Wähler die Quittung bekommen.

Wichtig sei für Journalisten, den Menschen Alternativen aufzuzeigen, um klimafreundliches Verhalten zu fördern – aber auch selbst das vorzuleben, was man predige, so Björn Wiman. So nutze seine Redaktion inzwischen häufiger Bahnreisen, wo man früher vielleicht ins Flugzeug gestiegen wäre. „Flygskam“ – sich fürs Fliegen schämen – ist inzwischen ein feststehender Begriff der schwedischen Sprache.

„Wenn andere sich wundern, dass wir so viel Energie auf Klimafragen verwenden, weil Schweden doch so ein kleines Land ist, dann kann ich nur sagen: genau deswegen tun wir das, weil wir so klein sind. Wir können in vielen Dingen Vorreiter sein.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten, unter anderem zu Fragen der Klima- und Umweltpolitik.

Wer steckt dahinter?

Frank Kaltofen
Kommt aus:Immer Thüringer gewesen, jetzt in Leipzig
Arbeitet für/als:Redakteur in verschiedenen Kontexten
Was Sie noch wissen sollten:Studierter Politikwissenschaftler und jetzt Schreiberling. Interessiert an Menschen und ihren Geschichten. Schreibt seit 2007, am liebsten über Kulturelles & Zeitgeschichtliches.
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