Zurück zur Debattenübersicht
Wenn Autofahren stärker reguliert wird, ist das gut für unseren Geldbeutel
Wenn Autofahren stärker reguliert wird, ist das gut für unseren Geldbeutel
( Link zum Originalbild | Urheber: Mathias Pastwa | flickr.com | CC-BY-ND 2.0 )

Das Argument in Kürze

Lohnt sich Autofahren überhaupt? Eine Studie des Vergleichsportals Verivox ergibt: Für viele Menschen ist Autofahren teurer, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Auf T-ONLINE.DE fasst Markus Abrahamczyk die Ergebnisse der Untersuchung zusammen.

Das Fazit: Singlehaushalte und Familien ohne eigenen PKW sparen Geld. Wenn Autofahren stärker reguliert würde, hätte das also eher positive als negative Folgen für das Portmonee.

Die Modelltypen

Nicht jeder der über 69 Millionen Einwohner Deutschlands über 18 Jahren wohnt in der Nähe seiner Arbeitsstelle. Die Strecke zur KiTa oder zur Schule unterscheidet sich. Auch die Netze des öffentlichen Nahverkehrs sind unterschiedlich gut ausgebaut. Um die Kosten für Mobilität trotzdem miteinander vergleichen zu können, geht die Studie von fünf Idealtypen aus, die in Berlin leben:

  • Singles ohne Auto
  • Singles mit Auto
  • Familien mit zwei Kindern ohne Auto
  • Familien mit zwei Kindern und einem Auto
  • Familien mit zwei Kindern und zwei Autos

Für eine möglichst umfassende Berechnung der Kosten berücksichtigt die Studie Faktoren wie den Wertverlust eines Fahrzeugs, Versicherungsbeiträge und Steuern. Demgegenüber stehen Gebühren für Carsharing-Modelle und Ticketpreise des ÖPNV.

Ohne Auto günstiger

Der Gewinner im Vergleich steht für den t-online-Autoren fest: Die Vierköpfige Familie ohne eigenes Auto. Den Weg zur Arbeit und in die Schule legt sie mit Bus und Bahn zurück. Auf einen PKW verzichtet diese Modellfamilie allerdings nicht. Carsharing für kürzere Strecken und der Mietwagen für die Urlaubsreise erhöhten zwar die jährlichen Kosten, ermöglichten aber auch größere Flexibilität. Laut der Studie muss eine Familie ohne Auto mit Jahreskosten von durchschnittlich 6.131,66€ rechnen.

Dennoch ist die Ersparnis beim Verzicht auf das eigenen Auto gering. Eine Familie mit PKW muss für diesen Komfort jährlich nur rund 124€ mehr aufwenden, so die Studie.

Auch Singlehaushalte können ohne eigenes Auto Geld sparen. Sie haben im Vergleich zu Familien einen großen Vorteil, um die Kosten für die eigenen Mobilität zu senken, fasst Abrahamczyk zusammen:

„[E]in Single ohne Auto nutzt in der Berechnung – anders als die Familie – für einige Ausflüge Fernbus und Bahn statt eines Mietwagens. Das kann er einfacher und günstiger als eine vierköpfige Familie.“

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Patrick Ehrenberg

Tiefer eintauchen

  • Warum fahren wir überhaupt Auto, wenn es sich eigentlich für uns nicht lohnt? Der Verkehrstherapeut Jörg-Michael Sohn erklärt im SZ-MAGAZIN, dass für viele beim Thema Auto das logische Denken keine Rolle mehr spielt.

Wer steckt dahinter?

Markus Abrahamczyk
Kommt aus:Deutschland
Arbeitet für/als:Journalist / Redakteur
Was Sie noch wissen sollten:Abrahmczyk ist Journalist und betreut bei t-online.de das Auto-Ressort. Zuvor arbeitete der Berliner für Bild. Er studierte Politik und Soziologie an der Humboldt Universität Berlin.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.