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So fühlt sich der Nahost-Konflikt für Israelis und Palästinenser an
So fühlt sich der Nahost-Konflikt für Israelis und Palästinenser an
( Link zum Originalbild | Urheber: Israel Defense Forces | Wikimedia Commons | CC BY 2.0 )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

„Israel hatte nie einen besseren Freund als Sie“ – das hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu laut WELT gestern zum US-amerikanischen Präsidenten gesagt. Netanjahu war am Montag auf Staatsbesuch in Washington. Zu dem Anlass betonte auch Trump die „starken Beziehungen“ zwischen Israel und den USA und erkannte die Golanhöhlen als israelisches Staatsterritorium an – ein lang gehegter Wunsch Netanjahus. Israel hatte das strategisch wichtige Felsplateau 1981 annektiert. Nach internationalem Recht gilt das Gebiet als syrisches, jedoch von Israel besetztes Territorium.

Ursprünglich war für Netanjahu auch am heutigen Dienstagabend noch ein Essen mit Trump geplant gewesen – der Ministerpräsident hat seine Reise jedoch vorzeitig abgebrochen. Der Grund: Raketenbeschuss auf Israel und israelische Luftangriffe auf den Gazastreifen am Montag. Nachdem bei einem Raketenangriff in der Nähe von Tel Aviv in der Nacht auf Montag sieben Menschen verletzt worden waren, war die Gewalt in dem Gebiet wieder neu aufgeflammt.

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern ist komplex und schwer zu verstehen. Vanessa Schlesier versucht in ihrem Beitrag für das Y-KOLLEKTIV, deutlich zu machen, wie verhärtet die Fronten sind – und dass es im Falle Israels keine einfachen Antworten gibt. Exemplarisch erklärt an einem palästinensischen Dorf und einer israelischen Siedlung, hilft das Video, ansatzweise die Sichtweisen der verschiedenen Seiten und die Situation vor Ort zu verstehen. Schlesier hat anderthalb Jahre in Israel gelebt, bevor sie die Dokumentation gedreht hat. Sie setzt sich mit den Perspektiven beider Seiten sehr kritisch auseinander – und auch die „europäischen Solidaritätstouristen“ in der Region bleiben nicht unerwähnt.

„Was da drüben passiert, ist echt kompliziert. Und trotzdem haben superviele bei uns eine Meinung dazu. Meine Meinung dazu ist: Wer Hass verbreitet, der glaubt einfachen Antworten. Und einfache Antworten gibt es nicht.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet außer für THE BUZZARD unter anderem für den MDR.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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