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Wir müssen anders einkaufen gehen
Wir müssen anders einkaufen gehen
( Link zum Originalbild | Urheber: meineresterampe | Pixabay | Pixabay Licence )

Das Argument in Kürze:

Unser gesamter Alltagskonsum ist darauf ausgelegt, Plastik zu verbrauchen, schreibt die Journalistin Uschi Jonas für die deutsche Ausgabe der HUFFINGTON POST. Viele der Zutaten, die wir für unser Essen brauchen, und Fertiggerichte sind in Plastik verpackt. Um etwas gegen Plastikmüll in den Ozeanen zu tun, müsse jeder einzelne von uns seine Essens- und Einkaufsgewohnheiten ändern.

Weniger unterwegs essen, mehr frisch kochen

Kein anderes Land in der EU produziert so viel Verpackungsmüll wie Deutschland, schreibt Jonas: 18 Millionen Tonnen pro Jahr, das seien 220 Kilogramm pro Kopf. Seit 2009 habe sich der Kunststoffverbrauch der Deutschen dabei sogar um ein Drittel erhöht. Das schaffe nicht nur für Tiere in den Weltmeeren, sondern auch für Menschen Gefahren. Unter anderem, weil viele Plastikprodukte Weichmacher und Biphenol A enthielten, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein.

Die Lösung: Wenn wir weniger Plastik verbrauchen wollen, müssen wir unsere Einkaufs- und Essensgewohnheiten ändern, empfiehlt Jonas. Dafür gibt sie einige Ratschläge, die vielen bereits bekannt sind, aber die wenigsten systematisch umsetzen.

Dazu gehöre, dass man nicht zu jeder Jahreszeit alle Obst- und Gemüsesorten im Supermarkt kaufen solle – denn was über weite Strecken transportiert werde, müsse auch entsprechend verpackt sein. Statt uns Essen in Plastikschalen liefern zu lassen, sollten wir laut Jonas besser frisch kochen. Nicht einmal in jedem vierten Haushalt in Deutschland würde täglich selbst und frisch gekocht. Im Supermarkt könne man Stoffbeutel statt Plastiktüten nutzen, im Café einen Mehrwegbecher für den Coffee to go, schlägt Jonas vor. Wer auf dem Weg zur Arbeit oder in die Uni Essen kaufe, könne eine Metalldose dabeihaben, um das Essen einzupacken.

„Es sind unser Lifestyle und unsere Ernährungsgewohnheiten, die dafür sorgen, dass wir immer mehr Plastikmüll produzieren. Auf dem Weg zur Arbeit holen wir uns beim Bäcker einen Kaffee im Einwegbecher mit Plastikhaube. In der Mittagspause kaufen wir Essen, das in Tüten oder Plastik verpackt ist. Wir kaufen uns kleingeschnittenes Obst in Plastikbechern, Salat und Pasta bei kleinen Restaurants und Ketten, die uns Plastikverpackungen mitgeben.“

Dieser Beitrag wird empfohlen von: Alisa Sonntag.

Tiefer eintauchen:

  • Nicht nur im Zusammenhang mit Essen verbrauchen wir Plastik. Kunststoff ist überall in unserem Alltag. Deswegen hat SPIEGELDICH.NET verschiedene Tipps gesammelt, wie jeder auch außerhalb seiner Ernährungsgewohnheiten Plastik vermeiden kann.

Wer steckt dahinter?

Uschi Jonas
Kommt aus:Berlin, Deutschland
Politische Position:Uschi Jonas schreibt vor allem über Themen wie Umwelt, Nachhaltigkeit, Klimawandel und soziale Gerechtigkeit, diese Themen liegen ihr also wahrscheinlich am Herzen. In ihrem Twitterprofil steht der Hashtag #refugeeswelcome, der darauf hinweist, dass sie sich außerdem für eine offene, tolerante Gesellschaft ausspricht.
Arbeitet für/als: seit 2019 Redakteurin bei Focus Online, davor Redakteurin bei der HuffPost
Was Sie noch wissen sollten:Uschi Jonas setzt sich für konstruktiven und lösungsorientierten Journalismus ein.
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