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Plastikverpackungen werden verteufelt – dabei verhindern sie mehr Müll
Plastikverpackungen werden verteufelt – dabei verhindern sie mehr Müll
( Link zum Originalbild | Urheber: Marco Verch | Flickr | CC BY 2.0 )

Das Argument in Kürze:

Den Status als Sündenbock haben Verpackungen nicht verdient, sagt Hans-Georg Böcher, Direktor des Deutschen Verpackungsmuseums. Denn Plastikverpackungen sind steril, günstig und verhindern, dass noch mehr Müll entsteht. Viel eher sollten wir unseren Lebensstil hinterfragen, meint Böcher im Interview mit BRAND EINS.

Unser ausschweifender Konsum gehört infrage gestellt

Verpackungen werden von der Gesellschaft vorschnell an den Pranger gestellt – weil sie nach dem Konsum übrigbleiben. Das ist zu einfach, sagt Böcher. Vielmehr sollten wir unseren Konsum infrage stellen: Alles müsse heutzutage schnell zubereitbar und in kleinen Portionen vorhanden sein – einzeln verpackt. Unser Lebensstil begünstige erst, dass so viel Verpackungsmüll entstehe: „An der Art, wie wir leben, üben wir selten Kritik, dafür umso öfter an der Verpackung. Aber sie ist Bedingung für unseren Lebensstil, und sie hat unser Leben verbessert.“

Böcher zählt die Vorteile auf: Plastikverpackungen drücken den Preis von Nahrungsmitteln, weil mehr hergestellt und verpackt werden kann. Plastik ist steril und färbt nicht ab – Voraussetzung für zum Beispiel Operationsbesteck. Leicht verderbliche Lebensmittel wie Wurst oder Käse halten länger in Plastikverpackungen. Damit verhindern Verpackungen also, dass noch mehr Müll entsteht, schlussfolgert der Verpackungsexperte im Wirtschaftsmagazin BRAND EINS.

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