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Fünf Jahre Krim-Annexion: Warum 2014 das Ende der westlichen Ordnung besiegelte
Fünf Jahre Krim-Annexion: Warum 2014 das Ende der westlichen Ordnung besiegelte
( Link zum Originalbild | Urheber: Tatyana Kazakova | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

vergangenen Montag jährte sich die Krim-Annexion durch Russland zum fünften Mal. Viele Medien haben sich deshalb wieder verstärkt der aktuellen Lage auf der Halbinsel gewidmet: Während die DEUTSCHE WELLE von einer einkehrenden Ernüchterung auf der Krim berichtet, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG über ein finanzielles Fiasko Russlands.

Der Schweizer Journalist Andreas Rüesch hingegen blickt in einem Kommentar für die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG fünf Jahre zurück. Rüesch hat bereits als Auslandskorrespondent in Russland und den USA gearbeitet und stellt die Krim-Annexion in einen größeren Zusammenhang: Das gesamte Jahr 2014 sei ein Wendepunkt gewesen – wenn nicht sogar das Ende der westlichen Weltordnung.

Das hängt für Rüesch vor allem mit zwei Ereignissen zusammen: Die Krim-Annexion durch Russland und die Militäraufrüstung Chinas. Seit 2013 lässt die chinesische Regierung künstliche Inseln aufschütten, um Militärlager in der Meerenge zwischen Vietnam und den Philippinen zu errichten. Beide Aktionen wurden durch westliche Länder und Gerichte verurteilt oder gar sanktioniert, beide Male änderte das – nichts. Die Großmächte Russland und China weigerten sich, einzulenken. Laut Rüesch zeigt das: Die 25 Jahre währenden Regeln der Westmächte sind durch das Gesetz des Stärkeren ausgehebelt.

„Russland hatte sich die Krim geholt, ganz einfach, weil es niemand daran hindern konnte. Erst mit der Zeit dämmerte es dem Westen, was dies bedeutete. Auf die vermeintliche regelbasierte Ordnung war kein Verlass mehr, gesiegt hatte das Recht des Stärkeren, wie einst im untergegangenen Europa der Könige und Fürsten. Die Krim symbolisierte das Scheitern vertrauter Normen, sie war Ausdruck einer neuen Ära der Grossmächte-Rivalität.“

 

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Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus unsere Debattenübersichten zu den wichtigsten politischen Themen unserer Zeit – zum Beispiel zu Putin oder ostukrainischen Seperatisten.

Wer steckt dahinter?

Joshua Müller
Kommt aus:Gladenbach in Hessen
Politische Position:Aktives Mitglied der Zuhörer, denn jede Stimme ist wahr- und ernst zu nehmen
Arbeitet für/als:Studiert Medienkommunikation an der Ostfalia Hochschule in Salzgitter und hat bereits für Lokalzeitungen wie auch für das Newsportal Campus38 geschrieben
Was Sie noch wissen sollten:Joshua nerven Populismus, Intoleranz und ständige Scherze über seinen Lieblingsverein Schalke 04
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