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Wohngeld hilft vor allem den Vermietern
Wohngeld hilft vor allem den Vermietern
( Link zum Originalbild | Urheber: Alexander Stein | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Das Argument in Kürze:

Wohngeld kann das Ungleichgewicht auf dem Wohnungsmarkt nicht lösen. Das sagt Rolf Gaßmann, Vorstandsmitglied des Deutschen Mieterbundes, der KONTEXT-WOCHENZEITUNG. Würde der Zuschuss erhöht, würden Vermieter auch die Miete anziehen. Außerdem behebe Wohngeld nicht den Wohnungsmangel.

Strukturelle Probleme werden durch das Wohngeld nicht gelöst

Rolf Gaßmann sieht im Wohngeld keine strukturelle Lösung der Wohnungsnot in Deutschland. Das Vorstandsmitglied des Deutschen Mieterbundes argumentiert über zwei Wege: Einerseits treibe der Fokus auf Wohngeld Mieterhöhungen an, andererseits würden dadurch nicht mehr Mittelklasse-Wohnungen gebaut.

Wenn die Bundesregierung die Voraussetzungen für Wohngeld lockere, würden Mieter mit weniger Einkommen zwar mehr Geld bekommen – es würde ihnen allerdings auf lange Sicht nichts nützen. Vielmehr würden Vermieter mehr Geld verlangen, weil sie von den Möglichkeiten auf den Zuschuss wüssten, sagt Gaßmann. Eine Erhöhung des Wohngelds werde also die Mieterhöhungen eher beschleunigen. Allein durch Wohngeld würden außerdem keine neuen Häuser gebaut – schon gar keine, die sich Einkommensschwächere auch ohne Hilfe leisten könnten.

Gaßmann führt an, dass das Wohngeld bereits seit den 1990er Jahren die Mittel für Sozialwohnungen übersteigt: „Niemand wird ernsthaft behaupten, dass in dieser Zeit eine Entspannung auf den Wohnungsmärkten erzielt wurde.“ Eine weitere Abschwächung der Wohnungsbauförderung zugunsten des Wohngelds käme den Kommunen teuer zu stehen,

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