Zurück zur Debattenübersicht
Sozialer Wohnungsbau ist ineffektiv
Wenn wir bezahlbare Mieten wollen, müssen wir in sozialen Wohnungsbau investieren
( Link zum Originalbild | Urheber: Michael Gaida | Pixabay | CC0 Public Domain )

Das Argument in Kürze:

Wohnraum wird in Deutschland immer teurer – vor allem in den Städten können sich viele Menschen kaum ihre Miete leisten. Der Bau von Sozialwohnungen soll das Problem beheben: Politiker hoffen, damit dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken und günstigen Wohnraum zu schaffen. Doch ganz so funktioniert das nicht, bemerkt der Ökonom Michael Voigtländer in einem Interview mit der FAZ von 2015, das über das Institut der deutschen Wirtschaft Köln zugänglich ist. Sozialer Wohnungsbau habe sich bisher als wenig effektiv erwiesen.

Sozialwohnungen kommen nicht denen zugute, die sie wirklich brauchen

Sozialer Wohnungsbau funktioniere aus mehreren Gründen nicht, sagt Voigtländer. Es fehle an Bauflächen, Städte würden Nachverdichtungen zu selten zulassen und man bräuchte sehr hohe Subventionen, um trotz der hohen Grundstückspreise und der teuren Energieauflagen Wohnraum für unter sechs oder sieben Euro pro Quadratmeter anbieten zu können. Außerdem komme es sehr häufig zu Fehlbelegungen: Menschen, die keine Unterstützung bräuchten, profitierten oft von Sozialwohnungen, während andere sie nicht bekommen, obwohl sie dringend auf Unterstützung angewiesen wären.

Zudem seien Investoren kaum für den sozialen Wohnungsbau zu begeistern. Deshalb werden zum Beispiel in Frankfurt oder München Bauträger dazu verpflichtet, bei großen Neubauprojekten etwa 30 Prozent Sozialwohnungen miteinzuplanen.

Möchten Sie die ganze Bandbreite haben?

Jetzt einen Monat The Buzzard PRO kostenfrei testen und direkt weiterlesen!

Probemonat beginnen Schon dabei? Anmelden
Bitte anmelden um Zugriff auf diese Seite zu erlangen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.