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Warum im Karneval immer auch ein bisschen Tod steckt
Warum im Karneval immer auch ein bisschen Tod steckt
( Link zum Originalbild | Urheber: Couleur | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

jetzt ist die Karnevalszeit schon fast wieder vorbei. Und während die einen erleichtert aufatmen und sich endlich wieder auf die Straße trauen, können die anderen den nächsten Karneval kaum erwarten. Über Verkleidungen, Umzüge und Faschingspartys kann man sich streiten. Aber eins steht fest: Seit vielen, vielen, vielen Jahren begeistert der Karneval jedes Jahr einen großen Teil unserer Bevölkerung. Was also macht seinen Reiz aus?

Der Kölner Psychologe Wolfgang Oelsner kennt die Antwort. In einem humorvollen Interview mit dem WELT-Journalisten Victor Gojdka verrät er sie: Je höher der zivilisatorische Stand einer Gesellschaft sei, desto mehr brauche sie gelegentliche Ruhe- und Erholungsphasen. Die seien eine andere Erfahrung mit dem Alltag. Aber auch für Feste wie den Karneval brauche es Regeln. Und: Oelsner diagnostiziert eine „Karnevalisierung der Alltagskultur“. Und ein Stück Tod, das im Karneval mitschwinge.

Welt am Sonntag: Erlauben Sie einem Protestanten die Frage: Welche psychologische Diagnose stellen sie wild gewordenen Karnevalisten?

Wolfgang Oelsner: (Er lacht) Sie sind feierfreudige Menschen mit einem Schuss Melancholie.

Welt am Sonntag: An frühkindliche Regression haben Sie noch nie gedacht?

Oelsner: Sicher, Karneval ist das Fest einer grandiosen Reduzierung und Vereinfachung der Welt. Das vereint uns Erwachsene mit unserer Kinderzeit. Wir kehren in diese Welt des Spielens, des Verkleidens zurück.

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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