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„Fridays for future“: Wie negativ Politiker und Kritiker teilweise auf die Proteste reagieren
"Fridays for future": Wie negativ Politiker und Kritiker teilweise auf die Proteste reagieren
( Link zum Originalbild | Urheber: Niek Verlaan | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

auch am vergangenen Freitag haben sich deutsche Straßen und Plätze wieder mit Schülern gefüllt, die Unterricht schwänzen und sich stattdessen mit Plakaten und Sprechchören für Klimaschutz stark machen. Auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg war diesmal in Hamburg mit dabei. Das Gesicht der Bewegung in Deutschland ist Luisa Neubauer, Mitorganisatorin der „Fridays for future“-Demonstrationen. Im Magazin UNICUM ABI erklärt sie, ob die Proteste überhaupt etwas bringen und wie negativ die Reaktionen auf ihre Person teilweise sind.

Etwa Politiker seien nicht wahnsinnig glücklich über die Vorwürfe, sie hätten ihren Job nicht richtig gemacht, meint Neubauer. Umso wichtiger sei es, klar zu widersprechen und „auch mal auf den Tisch zu hauen“: „Wir haben einfach gar keine Zeit mehr, uns in solchen Gesprächen mit irgendwelchen Floskeln aufzuhalten“, so die 22-Jährige. Auch im Internet bekommt Neubauer die Kritik zu spüren. Dabei geht es zum Beispiel darum, dass sie schon mehrere große Reisen gemacht und dafür mit dem Flugzeug geflogen ist. Nicht alle, aber viele dieser Kommentare ignoriere sie, sagt Neubauer im Interview – sie nennt sie „Hate-Wellen“, bei denen Gegenargumente wirkungslos seien.

„Wir sind keine Protestbewegung wie jede andere“

Ob die Proteste etwas bringen, wo sie doch schon Monate andauern? Dazu hat Neubauer eine klare Meinung:

„Die Klimakrise wird uns in den nächsten zehn Jahren mehr beschäftigen als alles andere, ob wir das wollen oder nicht. Deswegen sind wir keine Protestbewegung wie jede andere. Wir sind eine Protestbewegung, die an ganz klare zeitliche Limits gebunden ist, nämlich an die physikalischen Grundsätze, die unser Weltklima bestimmen. Das heißt, es wird ein Thema bleiben. In welcher Weise ist glaube ich nicht abzusehen. Aber wir politisieren gerade eine ganze Generation. Und die wird nicht von dem einen auf den anderen Tag verstummen.“

 

Hier entlang zum Originalbeitrag.

 

Auch interessant: Wer ist Luisa Neubauer? ZEIT Campus porträtiert die Aktivistin in diesem Bericht.

 

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Nadja Tausche
Kommt aus:München
Politische Position:Versucht, alle politischen Richtungen zumindest neutral zu betrachten
Arbeitet für/als:Arbeitet als freie Journalistin unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, Das Erste und The Buzzard
Was Sie noch wissen sollten:Nadja Tausche hat im bayerischen Eichstätt und in Barcelona Journalistik studiert.
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