Die deutschen IS-Kämpfer haben ihre Staatsangehörigkeit verwirkt
Die deutschen IS-Kämpfer haben ihre Staatsangehörigkeit verwirkt
( Link zum Originalbild | Urheber: Andreas Lischka | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Das Argument in Kürze

Wer sich freiwillig Terroristen anschließt, schreibt MOPO-Redakteur Mike Schlink, dürfe keine Gnade erwarten. In einem Kommentar für die HAMBURGER MORGENPOST plädiert Schlink dafür, den inhaftierten IS Kämpfern die deutsche Staatsbürgerschaft zu entziehen und sie in Syrien den lokalen Gerichten vorzuführen.

Die potenziellen Rückkehrer sind eine Gefahr 

Schlink ist der Meinung, dass die deutschen IS-Kämpfer, die in Syrien von kurdischen Milizen gefangen gehalten werden, nicht zurückgeholt werden sollten. Sie hätten sich freiwillig und bewusst Terroristen angeschlossen und damit die deutsche Staatsbürgerschaft verwirkt. Die Bundesregierung müsse in dieser Sache mehr Verantwortung für die eigene Bevölkerung übernehmen. Wie in Großbritannien sollte den Terroristen konsequent die Staatsbürgerschaft entzogen werden. Die Gefangenen zurückzuholen, findet Schlink hingegen nicht nur falsch, sondern fatal. Ihre nach wie vor radikale und terroristische Gesinnung sei eine Gefahr für unsere Gesellschaft. Schlink schlägt stattdessen vor, den IS-Kämpfern vor Ort in Syrien den Prozess zu machen. Bei uns würden straffällig gewordene Ausländer schließlich auch hierzulande verurteilt und erst dann gegebenenfalls abgeschoben. Nicht zuletzt, meint Schlink, würden die potenziellen Rückkehrer bei uns weitaus geringer bestraft.

Schlink schreibt seinen Kommentar als Teil eines Pro-und-Kontras in der MOPO. Wir empfehlen hier nur seinen Blickwinkel. Die Gegenperspektive zeigen wir Ihnen hier und hier.

„Bei den Inhaftierten handelt es sich schließlich kaum um reumütige Terroristen. Sie haben sich nicht bewusst vom IS distanziert, ihr Krieg gegen die Ordnung dieser Welt wurde gewaltsam von kurdischen Milizen unterbrochen. Damit sind sie wahrscheinlich noch immer radikalisiert – und eine Gefahr für unsere Gesellschaft.“

 

Der Beitrag wird empfohlen von: Oliver Haupt

 

Tiefer eintauchen:

Ähnlich wie Schlink argumentiert auch Heribert Prantl in einem Kommentar für die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. Auch Prantl legt nahe, den Entzug der deutschen Staatsbürgerschaft zu erwägen. Schließlich seien die deutschen IS-Kämpfer freiwillig in den selbsternannten Islamischen Staat eingetreten – und hätten sogar für ihn gekämpft.

Wer steckt dahinter?

Mike Schlink
Kommt aus:Hamburg
Arbeitet für/als:Redakteur für die Hamburger Morgenpost. Er berichtet als „Rathaus-Reporter“ vor allem über die Hamburger Kommunal- und Landespolitik.
Was Sie noch wissen sollten:Mike Schlink ist seit Dezember 2018 Mitglied des zwölfköpfigen Vorstandsgremiums der Hamburger Landespressekonferenz.
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