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Trumps Sorge vor illegaler Einwanderung ist unberechtigt
Trumps Sorge vor illegaler Einwanderung ist unberechtigt
( Link zum Originalbild | Urheber: pixel2013 | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Das Argument in Kürze:

Die USA brauchen keine Mauer an der Grenze zu Mexiko, denn dort gibt es keine Krise. Die Zahl der Menschen, die illegal die Grenze überqueren, sinkt seit Jahren. Das schreibt der Wissenschaftler Stuart Anderson für FORBES und verweist auf aktuelle Studien.

2017 niedrigste Zahl illegaler Grenzübertritte seit Beginn der Aufzeichnungen

Seit Monaten verteidigt Donald Trump den Mauerbau mit dem Argument, dass die USA sich mitten in einer Krise der illegalen Immigration befinden. Trump hat deshalb mit seiner Drohung ernst gemacht und den nationalen Notstand ausgerufen. Wenn man sich aktuelle Zahlen anschaut, versucht Anderson zu veranschaulichen, werde allerdings klar, dass von solch einer Krise nicht die Rede sein könne. Allein 2016 habe eine halbe Million illegaler Einwanderer aus Mexiko die USA verlassen – mehr als dreimal so viele, wie in dem Jahr ankamen. Zwischen 2010 und 2017 habe sich die Zahl der Menschen ohne Ausweispapiere in den USA um eine Million Menschen verringert. Laut Anderson kommen unter anderem deshalb immer weniger Menschen aus Mexiko in die USA, weil sich die wirtschaftliche Situation in dem mittelamerikanischen Land verbessert habe. 2017 hat der Grenzschutz die niedrigste Zahl illegaler Grenzübertritte seit Beginn der Aufzeichnungen vermerkt.

Die Daten zeigen, so Anderson in seinem Beitrag für FORBES, dass die USA kein Problem mit illegaler Einwanderung haben. Das Problem sei viel mehr, dass die USA nicht wüssten, wie sie mit den Familien umgehen sollen, die aus Honduras und Guatemala in die USA kommen, wo sie Sicherheit und Arbeit suchen. Um das zu verbessern, schlägt der Wissenschaftler unter anderem vor, den Migranten die Möglichkeit zu geben, sich in ihrem Heimatland schon auf Asyl in den USA zu bewerben.

Der Rückgang der illegalen Einwanderer zeigt, dass es keine Krise an der Grenze gibt. Gezielte Politik kann die Probleme lösen, die tatsächlich an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze existieren.“

Tiefer eintauchen:

Der Journalist Richard Gonzales erklärt, warum das Problem illegaler Einwanderer nicht durch illegale Grenzübertritte verursacht wird. Viel häufiger reisten Menschen demnach legal ein, blieben aber nach Ablauf des Visums im Land.

Wer steckt dahinter?

Stuart Anderson
Kommt aus:Arlington, Virginia, USA
Politische Position:Anderson hat in den USA für verschiedene konservative und republikanische Senatoren gearbeitet.
Arbeitet für/als:Geschäftsführer der amerikanischen National Foundation for American Policy (NFAP), eine überparteiliche, öffentliche Forschungsorganisation. Die NFAP forscht vor allem zu Themen rund um Handel und Immigration.
Was Sie noch wissen sollten:Als Journalist hat Anderson unter anderem für New York Times und das Wall Street Journal geschrieben. Er ist Autor eines Buches mit dem Titel „Immigration“.
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