Zurück zur Debattenübersicht
Die Demokraten wollen eine „smart wall“ – aber das ist auch nicht besser
Die Demokraten wollen eine „smart wall“ - aber das ist auch nicht besser
( Link zum Originalbild | Urheber: Powie | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Das Argument in Kürze:

Die Demokraten sind nicht unbedingt gegen die Idee, die Grenze zu Mexiko stärker zu sichern. Sie stellen sich das nur anders vor. In den Augen der Demokraten sollte es keine physische Mauer geben, sondern Drohnen, künstliche Intelligenz und innovative Technologien. Das schreibt die Latino-Bürgerrechtlerin Marisa Franco und kritisiert die US-Demokraten gleichzeitig dafür.

Profitieren würden vor allem Militär- und Tech-Unternehmen

Die Demokraten sind laut Franco bereit, Trump für sein Projekt Milliarden Dollar zu geben – solange diese in eine „smart wall“ und nicht in eine physische Mauer investiert werden. US-Demokrat Jim Clyburn spricht dabei von „Drohnen, damit die Mauer zu hoch ist, um darüber zu kommen“, „Röntgenstrahlung, damit die Mauer zu breit ist, um drum herum zu kommen“ und „Scannern, damit die Mauer tief genug geht, dass niemand einen Tunnel darunter graben kann“.

Von einer solchen „smart wall“ würden laut Franco vor allem Militärunternehmen, Tech-Giganten und private Gefängnisunternehmen profitieren. Die humanitäre Krise auf der anderen Seite der Mauer würden diese Maßnahmen aber nicht stoppen. Ganz im Gegenteil würde eine „smart wall“ laut Marisa Franco weitere Menschenrechtsverletzungen bedeuten – sowohl für Migranten als auch für den Teil der amerikanischen Bevölkerung, der nah an der Grenze wohnt. Die an der Grenze eingesetzte Technik könnte sich, so Franco, letztendlich gegen alle wenden. Das hätte vor allem verheerende Folgen für den Datenschutz, würde aber auch für zahlreiche Migranten den Tod bedeuten.

Eine Mauer aus Drohnen und Kameras wäre genauso falsch wie eine aus Beton. Der wahre Notfall an der südlichen Grenze sind die unmenschlichen Bedingungen, unter denen Migranten, Geflüchtete und Asylbewerber leiden müssen. Es kann nicht die Antwort sein, Menschen- und Bürgerrechte zu verletzen.“

Der Beitrag wurde empfohlen von: Alisa Sonntag

Wer steckt dahinter?

Marisa Franco
Kommt aus:Phoenix, Arizona, USA
Politische Position:Franco setzt sich als Bürgerrechtlerin für lateinamerikanische Migranten, People of Color, Frauen, arme Menschen und die LGBTQ-Community in den USA ein.
Arbeitet für/als:Mitbegründer des Menschenrechtskollektivs Mijente, Aktivistin der Initiative Chinga La Migra, das Widerstandsgeschichten von Migranten und Migrantinnen erzählt, und der Kampagne Gente4Abrams, die Stacey Abrams als Governeur Georgias einsetzen wollte.
Was Sie noch wissen sollten:Franco war Teil Kampagne #not1more, die sich gegen ungerechte Migrationsgesetze richtete.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.