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Kinder und Jugendliche haben zu Recht Angst vor Gewalt – das zeigt Max‘ Geschichte
Kinder und Jugendliche haben zu Recht Angst vor Gewalt - das zeigt Max' Geschichte
( Link zum Originalbild | Urheber: wjgomes | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

den meisten Kindern in Deutschland geht es offenbar gut. Laut einer gestern veröffentlichten Studie der Universität in Frankfurt am Main und der Bertelsmann Stiftung haben mehr als 96 Prozent der Kinder in Deutschland genug zu essen und Platz zum Spielen. 88 Prozent der befragten Kinder hatten schon einmal einen Familienurlaub gemacht. Unabhängig vom Einkommen scheinen Eltern nicht am Wohl der Kinder zu sparen, denn mehr als 95 Prozent der Kinder gaben an, „etwas Schönes zum Anziehen“, genug Geld für Klassenfahrten, ein Fahrrad, einen Roller oder Inline-Skates sowie alles zu besitzen, was sie für die Schule benötigen.

Dennoch hatten die befragten Kinder Angst. Sie sorgten sich vor allem um Gewalt, Mobbing und Ausgrenzung. Ein Drittel der Schüler von Haupt-, Sekundar- und Gesamtschulen äußerte solche Sorgen. Unter Grundschülern und Gymnasiasten fühlten sich acht von zehn in ihrer Schule sicher.

Max O. war auch in seiner Schule nicht sicher. Denn auch dahin schickte sein Stalker ihm „Botschaften“ – einen Trauerkranz beispielsweise, gemeinsam mit einer Karte, in der zu Max‘ angeblicher Beerdigung eingeladen wurde. Max‘ wurde nicht von seinen Mitschülerinnen und Mitschülern gequält, sondern von einem erwachsenen, fremden Mann, der ihn hasste, weil er schwul ist. Juliane Loeffler hat seine Geschichte bei BUZZFEED NEWS aufgeschrieben. Sie zeigt, wie wenig Kinder und ihre Probleme in unserer Gesellschaft ernst genommen werden.

Mehrfach geht Max zu dieser Polizeistation im Bremer Stadtzentrum, ein mächtiger Bau aus großen, sandfarbenen Steinquadern. Mehrfach habe er versucht zu erklären, dass seine und die Fälle anderer Personen miteinander zusammenhängen, sagt er BuzzFeed News. Eine Rückmeldung habe er nie erhalten. Stattdessen hätten ihm die Polizisten gesagt, er solle versuchen, nicht so viel auf Facebook zu sein oder das Ganze nicht so nah an sich heranzulassen.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet unter anderem für The Buzzard, die Mitteldeutsche Zeitung und die Freie Presse Chemnitz als freie Journalistin.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
Lies The Buzzard ab sofort in deinem E-Mail Postfach. Nein danke

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