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Brauchen wir gendergerechte Sprache? Die Fakten im Überblick
Brauchen wir gendergerechte Sprache? Die Fakten im Überblick
( Link zum Originalbild | Urheber: Tim Mossholder | Unsplash | CC0 Public Domain )

Was ist Gender überhaupt?

Die Gendertheorie unterscheidet zwischen dem biologischen Geschlecht des Menschen und dem sozialen Geschlecht. Das biologische Geschlecht wird als „sex“ bezeichnet, das soziale als „gender“. Seit den 1970er Jahren argumentieren Gendertheoretiker*innen und Feminist*innen, dass das soziale Geschlecht gesellschaftlich konstruiert wird und zum Beispiel Geschlechterrollen nicht vom biologischen Geschlecht festgelegt, sondern durch soziale Zuschreibungen und Interaktionen geformt werden. Darüber hinaus argumentieren Wissenschaftler*innen wie Judith Butler seit den 1990er Jahren, dass auch das biologische Geschlecht und die binäre Kategorisierung von Menschen anhand ihrer Geschlechtsmerkmale eine gesellschaftliche Konstruktion ist. Für Butler ist das biologische Geschlecht keine natürliche Gegebenheit, sondern eine kulturelle Norm, durch die wir den menschlichen Körper überhaupt erst realisieren können.

Des Weiteren stellen Gendertheoretiker*innen die Annahme in Frage, dass Gender- und Geschlechtskategorien binär sind, also auf entweder Frauen/weiblich oder Männer/männlich beschränkt. In der Wissenschaft wird mittlerweile davon ausgegangen, dass Gender und Genderidentität stattdessen als Spektrum gedacht werden können und sich zudem im Lauf eines Lebens verändern können. Judith Butler argumentiert, dass Gender nicht an bestimmten Körpermerkmalen festgemacht werden kann, sondern eine sich ständig wiederholende Darbietung („performance“) ist.

Was ist gendergerechte Sprache?

Gendergerechte, geschlechtergerechte, gendersensible oder nicht-sexistische Sprache soll Männer und Frauen gleichermaßen ansprechen.

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