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Uns könnte ein neues Zeitalter bevorstehen – denn die Menschen verändern sich
Uns könnte ein neues Zeitalter bevorstehen - denn die Menschen verändern sich
( Link zum Originalbild | Urheber: StockSnap | Pixabay | Pixabay Lizenz )

Der tägliche Blick über den Tellerrand mit The Buzzard.

Guten Morgen,

immer mehr Menschen beschäftigen sich mit Lebensformen außerhalb der gesellschaftlichen Norm und setzen sich für die Gleichheit aller Menschen ein, gleichzeitig haben überall im globalen Norden Parteien Erfolg, die ganze Gesellschaftsgruppen bewusst ausschließen. Während viele Menschen den Umweltschutz in ihren Alltag integrieren, wird in den USA ein Präsident gewählt, der die Erderwärmung als Ammenmärchen abtut. Die Welt erscheint dem einen oder anderen dieser Tage chaotischer als früher.

Die inzwischen verstorbene US-Psychologin Jane Loevinger hatte eine verblüffende Erklärung dafür, die viele Dinge in einem neuen Licht erscheinen lässt – und uns eine neue, demokratischere und tolerantere Welt in Aussicht stellt. Denn laut Loevinger stehen wir gerade am Anfang eines neuen Zeitalters, wie Stefan Schultz in seinem Essay auf SPIEGEL ONLINE schreibt.

Wie einige andere Psychologen glaubte Loevinger, dass viele Menschen sich im Laufe ihres Lebens grundlegend weiterentwickeln. In Tests mit Tausenden Menschen arbeitete sie verschiedene Stufen dieser Entwicklung heraus. Während Menschen auf früheren Entwicklungsstufen demnach vor allem auf sich selbst bedacht sind, denken Menschen auf späteren Entwicklungsstufen gemeinschaftlicher und weniger absolut. Das „Ich“ eines Menschen verteilt sich laut Loevinger oft auf vier oder fünf Stufen, habe auf einer aber meist seinen Schwerpunkt – ähnlich wie die gesamte Gesellschaft. Auch die befinde sich größtenteils auf einer bestimmten Stufe. Doch welche Stufe das ist, scheint sich gerade zu verändern. Immer mehr Menschen erreichen spätere Entwicklungsstufen, die Gesellschaft werde so selbstbestimmter, offener und demokratischer. Gleichzeitig bedeuten laut Loevinger höhere Entwicklungsstufen ein Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kennen.

Ein Grund für den Aufstieg der AfD und von Donald Trump könnte eine soziale Verunsicherung sein. Unsere Gesellschaft entwickelt sich so rasch weiter, dass Menschen früherer bis mittlerer Entwicklungsstufen zu Recht fürchten, auf der Strecke zu bleiben. Ich-Forscher Binder glaubt, dass die Krise sogar noch tiefer geht. „Es geht nicht nur um die Neuverteilung ihrer Privilegien“, sagt er, „viele Menschen fühlen sich fundamental in ihrem Ich bedroht“.“

Hier entlang zum Originalbeitrag.

Jeden Montag- bis Freitagmorgen um 7 Uhr erscheint an dieser Stelle der Perspektivwechsel am Morgen. Hier finden Sie täglich einen Artikel, der zu einem aktuellen Tagesthema eine alternative Sichtweise bietet. In unserem Archiv finden Sie darüber hinaus Debattenübersichten zu den wichtigen politischen Themen unserer Zeit.

 

Wer steckt dahinter?

Alisa Sonntag
Kommt aus:Ursprünglich aus dem Raum Chemnitz, aktuell in Leipzig.
Politische Position:Arbeitet bei THE BUZZARD, weil sie möglichst viele Menschen ermutigen möchte, die eigene Filterblase ab und an mal zu verlassen.
Arbeitet für/als:Studiert in Halle an der Saale "Multimedia und Autorschaft" und "International Area Studies" im Master. Arbeitet außer für THE BUZZARD unter anderem für den MDR.
Was Sie noch wissen sollten:Hat ihr Bachelorstudium in Politik- und Kommunikationswissenschaften abgeschlossen.
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